Zu viel Verkehr und Parkchaos: Hombrucher SV stellt Spielpan seiner Jugendteams um

hzHombrucher SV

Weil es am Platz des Hombrucher SV am Waldhausweg in den vergangenen Monaten zu Verkehrsproblemen kam, reagiert der Verein jetzt darauf. Die Jugendteams werden anders aufgeteilt.

Lücklemberg

, 05.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Ende der Straße liegt der Auslöser. Der Hombrucher SV hat einen Fußballplatz an der Deutsch-Luxemburger-Straße und einen am Waldhausweg. Dieser zweite Platz am Ende des Waldhausweges ist es, der in den vergangenen Monaten nicht nur Anwohner, sondern auch Betreuer und Eltern vieler Nachwuchsfußballer Nerven gekostet hat.

Seit August 2018 liegt hier Kunstrasen, nachdem zuvor Jahrzehnte auf Asche gespielt wurde. Im Vergleich zu anderen Vereinen bekam der Hombrucher SV an diesem Ort erst spät einen neuen Untergrund. „Mit den zunehmenden Kunstrasenplätzen in der Umgebung war unser Platz in den Jahren davor weniger beliebt und dementsprechend weniger freuquentiert“, sagt Jugendleiter Jörg Keuntje.

Acht Mannschaften müssen quasi zeitgleich zum Platz

Jetzt sieht es anders aus. Der Kunstrasen ist frisch und so kann der Hombrucher SV seine gut zwei Dutzend Jugendteams auf beide Plätze aufteilen. Am Waldhausweg tragen vor allem die jüngsten Mannschaften an Wochenenden ihre Spiele aus, unter der Woche findet Training statt. Der restliche Spielbetrieb des HSV läuft an der Deutsch-Luxemburger-Straße.

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In der abgelaufenen Saison fanden hier in der Regel an jedem zweiten Samstag acht Spiele statt. Die jungen Jahrgänge spielen auf einem halben Feld, also können zwei Spiele parallel stattfinden. Und während vier Mannschaften auf dem Platz stehen, ziehen sich vier weitere um, die danach dran sind. Dann folgen vier weitere Spiele. Heißt: Eltern, Trainer, Betreuer und Zuschauer von insgesamt 16 Mannschaften waren quasi gleichzeitig auf der Suche nach einem Parkplatz rund um die Anlage.

Zu viel Verkehr und Parkchaos: Hombrucher SV stellt Spielpan seiner Jugendteams um

Der Platz Hombrucher SV am Waldhausweg hat seit August 2018 Kunstrasen. Das lockt wieder viele Spieler an. © Michael Nickel

Das hat mitunter für Chaos gesorgt. Autos standen am Rand der schmalen Straße, stellten sich auf den Bürgersteig, bei Gegenverkehr war Stau angesagt, weil es so gut wie keine Ausweichmöglichkeiten gibt.

Eine Anwohnerin, die anonym bleiben will, fühlte sich durch den Verkehr gestört und sah darin ein Sicherheitsrisiko. Also schrieb sie einen Brief an die Stadt. „Wenn hier am Wochenende Spiele sind, ist die ganze Straße zugeparkt“, sagt die Frau. „Die Menschen können ja keine zwei Meter mehr laufen.“

Zu viel Verkehr und Parkchaos: Hombrucher SV stellt Spielpan seiner Jugendteams um

Der Bürgersteig wurde zugeparkt, Gegenverkehr hat nur bedingt eine Chance, vorbeizukommen. © privat

Ihre Hauseinfahrt sei schon zugeparkt worden. Und wenn sie die Fahrer darauf angesprochen hat, habe sie Beleidigungen und Gebrüll zurückbekommen. Seitdem der Sportplatz neu eröffnet habe, gehe es hier zu wie auf einer Autobahn, schreibt sie in dem Brief. Kurze Zeit darauf hat sie eine Antwort erhalten.

In dem Schreiben der Stadt heißt es, dass der Waldhausweg vom Ordnungsamt kontrolliert worden sei und auch in Zukunft kontrolliert werde. Auch Geschwindigkeitskontrollen seien in Planung.

Gespielt wird in Zukunft nicht mehr jedes zweite Wochenende

Das Problem soll ohnehin Geschichte sein. Denn der Hombrucher SV wird in der kommenden Saison seine Spielpläne anpassen. So sollen nicht mehr an jedem zweiten Wochenende acht Spiele gebündelt stattfinden, sondern in der Regel zwei oder höchstens drei Spiele nacheinander. „Aber dann definitiv jedes Wochenende“, sagt Jörg Keuntje.

Zu viel Verkehr und Parkchaos: Hombrucher SV stellt Spielpan seiner Jugendteams um

Der Parkplatz neben der Anlage des Hombrucher SV. Wenn es gut läuft, passen hier 15 bis 20 Autos drauf. © Michael Nickel

„Wir können es nicht allen recht machen, aber diese organisatorische Veränderung wird die Situation hoffentlich abmildern.“ Keuntje habe Verständnis für die Anwohner, schließlich sei der Platz jahrelang nicht so stark frequentiert worden. Außerdem sei keinem geholfen, wenn Polizei und Ordnungsamt ausrücken müssten.

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Die Mitglieder des Hombrucher SV wüssten, dass sie am besten an der Brandisstraße parken und dann die letzten Meter zu Fuß über die Brücke gehen. Allerdings könne man das nicht sämtlichen Gastteams vermitteln - zudem sei die Brandisstraße vor allem am Wochenende von Lkw zugeparkt.

Außerdem seien es nicht immer die Fußballer, die für Ärger am Waldhausweg sorgen. „Es kam schon vor“, sagt Keuntje, „dass Leute sich aufgeregt haben und sich herausgestellt hat, dass nicht einer von uns sein Auto schlecht geparkt hat, sondern jemand, der im Wald spazieren war.“

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