Zünderfirma Sobbe feiert 110-Jähriges - und verabschiedet Geschäftsführer Joachim Sturm

Firma Sobbe

Die Kirchderner Zünderfirma Sobbe leidet unter der Schließung des Bahnübergangs Beylingstraße. Nun gab‘s erfreulichere Neuigkeiten: Die Firma feierte runden Geburtstag - und nahm Abschied.

Kirchderne

, 07.07.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zünderfirma Sobbe feiert 110-Jähriges - und verabschiedet Geschäftsführer Joachim Sturm

Ein Generationenwechsel hat sich bei der Zünderfirma Sobbe in Kirchderne vollzogen. Peter Hauser (r.) löst Joachim Sturm als Geschäftsführer ab, der in den Ruhestand geht. © Andreas Schröter

Bei herrlich sonnigem Wetter feierte die Firma Sobbe an der Beylingstraße am Freitag ihr 110-jähriges Bestehen. Zugleich verabschiedeten sich Mitarbeiter, Freunde und Kunden der Firma für Zünder und Sprengzubehör von ihrem langjährigen Geschäftsführer Joachim Sturm (65), der in den Ruhestand geht. Er habe sich schon nach einem Wohnmobil umgesehen, sagte er, und wolle künftig oft damit auf Reisen gehen. Neuer Geschäftsführer ist Peter Hauser.

Die Firmengeschichte begann im Jahre 1909, als Friedrich Sobbe senior eine Zündwarenfabrik kaufte, an der er zuvor ebenfalls beteiligt gewesen war, die aber Insolvenz anmelden musste. Er gründete sie am 13. Juli 1909 neu und führte sie unter dem Namen Fr. Sobbe GmbH weiter.

Zünderfirma Sobbe feiert 110-Jähriges - und verabschiedet Geschäftsführer Joachim Sturm

110-jähriges Bestehen feierten Mitarbeiter, Freund und Kunden der Firma Sobbe am Freitag. © Andreas Schröter

Die Firma, die heute rund 30 Mitarbeiter beschäftigt, war zuletzt in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, weil sie wegen der Schließung des Bahnübergangs Beylingstraße nur noch schwer über die marode Derner Bahnstraße erreichbar ist. Sie muss jedoch aus Sicherheitsgründen im Außenbereich mit einem bestimmten Mindestabstand zur Wohnbebauung liegen, weil sie mit Sprengstoff arbeitet. Mitarbeiter und Kunden hoffen nun, dass die Pläne von Stadt und Bahn Wirklichkeit werden, die Derner Bahnstraße auszubauen. Das werde jedoch nicht vor 2021 geschehen, war zuletzt zu hören.

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