Im vergangenen Jahr hatte die Stadt auch die Eingänge zum Westuferpark versperrt. © Albert (A)
Coronavirus

1. Mai in Haltern: Stadt und Polizei planen verstärkte Kontrollen

Auch in diesem Jahr wird der 1. Mai in Haltern aufgrund der angespannten Corona-Lage nicht wie gewohnt stattfinden können. Stadt und Polizei bitten um Vernunft und Rücksichtnahme.

Erst die Wanderung um den Stausee, dann die große Party im Westuferpark: Der 1. Mai lockt jedes Jahr viele Menschen nach Haltern. Rhythmische Melodien und dröhnende Bässe bestimmen dann in der Regel das Geschehen rund um den Stausee. Doch dazu soll es diesmal, wie schon im vergangenen Jahr, erst gar nicht kommen.

„Tatsächlich gab es zu dem Thema bereits Gespräche in der Verwaltung, da uns bewusst ist, welchen Stellenwert dieser Feiertag gerade bei jungen Menschen hat“, sagt Sophie Hoffmeier von der Pressestelle der Stadt. Sie weist in dem Zusammenhang jedoch darauf hin, dass Umzüge „aufgrund der aktuellen Situation sowie den geltenden Corona-Verordnungen leider erneut nicht möglich sind. Wir appellieren an die Vernunft der Menschen.“

Verstärkte Kontrollen

An dem Tag selbst seien verstärkte Kontrollen an den Stellen geplant, „die sonst am 1. Mai erfahrungsgemäß stark frequentiert sind“, so Hoffmeier. Mitarbeiter des Ordnungsamtes und eines Securitydienstes werden im Einsatz sein. Unterstützend wird, falls erforderlich, auch die Polizei eingreifen. „Natürlich werden wir das Geschehen im Blick haben“, sagt Polizeisprecherin Annette Achenbach. Eine konkrete Einsatzplanung werde allerdings in der Regel erst kurzfristig vorher vorgenommen. „Dabei wird auch die Wettervorhersage eine Rolle spielen.“

Im vergangenen Jahr war der 1. Mai in Haltern aufgrund des Coronavirus so ruhig wie zuvor schon lange nicht mehr. Zäune versperrten den Weg in den Westuferpark, Polizei und Ordnungsamt waren rund um den Stausee unterwegs. Größere Gruppen trafen sie nicht an. Vereinzelt waren lediglich Familien zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Das Wetter war damals durchwachsen.

Wird es auch diesmal eine Sperrung des Westuferparks geben? „Ja so ist es geplant“, sagt Sophie Hoffmeier. „Das Verweilen im Park soll unterbunden werden.“ Ein Aufenthalt auf den Wegen rund um den See werde unter Einhaltung der geltenden Corona-Verordnung aber grundsätzlich möglich sein. „Wir hoffen auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger.“

Über den Autor
Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte
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