10 statt 50 km/h: „Eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist keine Lösung“

hzFlaesheimer Straße

Die Flaesheimer Straße ist marode und Bäume ragen schief in die Fahrbahn hinein. Seit Wochen können Verkehrsteilnehmer teils nur 10 km/h fahren. Das wollen Anwohner nicht länger hinnehmen.

von Lena Gerken

Flaesheim

, 07.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit fast zwei Jahren warten die Bürger im Halterner Ortsteil Flaesheim auf die Sanierung der Flaesheimer Straße. Einige Meter hinter dem Ortsausgang Richtung Datteln-Ahsen ziehen sich Risse und Löcher auf gut 400 Metern durch die Asphaltdecke. Weil der Zustand der Straße mittlerweile so schlecht ist, darf auf dem Abschnitt seit Wochen nur noch maximal 10 km/h gefahren werden.

Seit 20 Monaten Warnbaken statt Reparaturen

„Eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist aber keine Lösung und in dem Ausmaß auch nicht praktikabel“, sagt der CDU-Ortsverband Flaesheim. Er hat sich des Problems angenommen und nun einen Antrag an Bürgermeister und Stadt Haltern gestellt. Der Ortsverband fordert die Stadt Haltern auf, Straßen.NRW über die Dringlichkeit der Sanierung zu informieren. Er fordert einen Zeitplan, wann der Landesbetrieb die dringend notwendigen Reparaturarbeiten durchführen will.

Denn neben der maroden Asphaltdecke wachsen laut CDU auch die Alleebäume entlang der Straße schief in Richtung Fahrbahn. Für Lastwagen und Landwirte mit ihren großen Maschinen würde dies immer mehr zum Problem. Für sie sei es gefährlich, die Straße zu nutzen, meint die CDU.

„Auf der Strecke ist täglich sehr viel Verkehr“

Hinzu kommt, dass Sturm Friederike Anfang 2018 einen Baum umriss, der dann einen Teil der Leitplanke stark verbogen hatte. Anstelle durchgeführter Reparaturen wurden Warnbaken aufgestellt - seit 20 Monaten stehen die nun entlang der Straße.

„Auf der Strecke ist täglich sehr viel Verkehr, da viele Anwohner und auch Pendler sie nutzen“, sagt ein Flaesheimer, der nicht mit seinem Namen genannt werden will. Er selbst ist desöfteren Richtung Ahsen unterwegs und kennt die Probleme der Strecke.

Straßen.NRW will mit der Stadt eine Lösung finden

Eine Vollsperrung der Flaesheimer Straße will Straßen.NRW nach Möglichkeit vermeiden. „Da die Fahrbahn aber nur sechs Meter breit ist, müsste sie aus Sicherheitsgründen für Sanierungsarbeiten voll gesperrt werden“, sagt ein Sprecher von Straßen.NRW auf Anfrage. Hinzu kommt, dass die Lippebrücke, die eine Umleitungsmöglichkeit über Ahsen bieten würde, seit einiger Zeit gesperrt ist. Damit gäbe es in diese Richtung keine Ausweichroute zur maroden Flaesheimer Straße.

„Eine Sperrung würde für viele Bewohner größere Umwege verursachen und vor allem im Berufsalltag zu einem Problem werden“, sagt der Flaesheimer.

Um eine alternative Lösung zu finden und die Straße nicht komplett sperren zu müssen, will sich Straßen.NRW mit Vertretern der Stadt Haltern treffen.

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