17-Jährige weicht Reh aus und stürzt - jetzt sucht Familie ihre Helfer

Wildunfall

Eine junge Motorradfahrerin musste nachts auf der Recklinghäuser Straße einem Reh ausweichen. Sie stürzte und verletzte sich. Ihre Mutter sucht das Paar, das in der Not geholfen hat.

Haltern

, 08.10.2020, 10:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei nahm den Unfall im Wald auf.

Die Polizei nahm den Unfall im Wald auf. © picture alliance / dpa

Am Abend des 7. Oktobers gegen 23.30 Uhr fuhr eine 17-jährige Motorradfahrerin aus Haltern am See auf der Recklinghäuser Straße. Im Bereich der Haard lief überraschend ein Reh auf die Straße. Die 17-Jährige wollte ausweichen, dabei stürzte sie. Laut Polizei kam es nicht zum Zusammenstoß. Die junge Frau wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Das Motorrad (Zweirad bis 125ccm) war nicht mehr fahrbereit, es musste abgeschleppt werden. Bei dem Unfall entstand laut Polizei rund 1500 Euro Sachschaden.

Familie möchte sich gern bei Helfern bedanken

Über Facebook sucht nun die Mutter der 17-Jährigen das Paar, das ihrer Tochter nach dem Unfall geholfen hat. „Wir würden uns gerne bedanken“, schreibt sie. Ihre Tochter erinnere sich nur noch daran, dass ein weißes Auto angehalten habe.

Gegen andere Autofahrer erhebt die Mutter Vorwürfe. Etliche seien vorbeigefahren. „Mir ist es unverständlich, dass man einem Mädchen im Dunkeln mitten im Wald nicht hilft.“

Die mindeste Form der Hilfeleistung ist ein Notruf

Grundsätzlich, sagt die Polizei, handelt es sich um unterlassene Hilfeleistung, wenn man unbekümmert seine Fahrt fortsetzt. Sie kann verstehen, dass jemand Angst hat, gerade in der Nacht anzuhalten. „Aber die mindeste Form der Hilfeleistung ist, einen Notruf abzusetzen. Ein Handy hat heute jeder dabei“, sagt Polizeisprecher Andreas Lesch. Damit habe man schon Hilfe geleistet. Und wenn man sehe, dass bereits andere Passanten sich um Unfallopfer kümmern, dann müsse man nicht noch zusätzlich helfen. Aber ein Nachfragen sei angebracht.

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