47-Jähriger nach schrecklichem Arbeitsunfall in Haltern aus dem Koma erwacht

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Ein 47-jähriger Angestellter ist am Dienstag unter einer tonnenschweren Stahlplatte in einem Halterner Betrieb eingeklemmt worden. Die Ursache ist geklärt, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Haltern

, 03.05.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein schlimmer Arbeitsunfall hat am Dienstag (30. April) in Haltern am See schockiert. In einer Halle an der Straße An der Ziegelei war ein 47-jähriger Mann aus Gelsenkirchen unter eine tonnenschwere Stahlplatte geraten. Von dem Becken abwärts lag er unter der Platte, es bestand Lebensgefahr. Der Mann wurde ins künstliche Koma gelegt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Unfallklinik nach Dortmund geflogen.

Das Dezernat für Arbeitsschutz der Bezirksregierung hat den betroffenen Betrieb am Donnerstagmorgen besichtigt. „Die Platte war mit einer schweren Kette an einem Kran befestigt“, sagt Sprecherin Christiane Klein: „Diese Kette war von einem Haken gerutscht.“ Kollegen des Verunfallten konnten die Platte bis zum Eintreffen der alarmierten Rettungskräfte mit dem Kran bereits zur Seite schaffen.

Die Staatsanwaltschaft prüft die Schuldfrage

Mit der Ursachenfindung ist der Fall für die Bezirksregierung erledigt. Jetzt prüft die Staatsanwaltschaft die Schuldfrage. „Das ist bei solchen Vorfällen ein ganz normaler Vorgang“, sagt Christiane Klein. Zum Zustand des 47-Jährigen will sie aus Datenschutzgründen keine Angaben machen.

Der Geschäftsführer des Unternehmens, auf dessen Gelände der Unfall passierte, sagt jedoch: „Es sieht so aus, dass er es übersteht.“ Am Donnerstagmittag habe der Mann nicht mehr im Koma gelegen. Weil der Verunfallte über eine Zeitarbeitsfirma angestellt ist, stehe er aber nicht in direktem Kontakt mit dem Gelsenkirchener. Auf dem Firmengelände werden regelmäßig große Bauteile transportiert. Zum Unfallhergang möchte sich der Geschäftsführer nicht äußern.

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