Ahauser (30) soll mindestens 13 Kilogramm Marihuana nach Haltern geliefert haben

hzGericht

Ab Freitag (23. August) muss sich ein Ahauser vor Gericht verantworten. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, mindestens 13 Kilogramm Marihuana nach Haltern am See geliefert zu haben.

Haltern

, 21.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Essener Landgericht beginnt am Freitag (23. August) der Prozess gegen einen Mann aus Ahaus (30). Ihm wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in der Zeit von Januar 2015 bis November 2016 „eine Person in Haltern mit Betäubungsmitteln“ beliefert zu haben, wie Gerichtssprecher Dr. Johannes Hidding auf Anfrage mitgeteilt hat. Insgesamt soll es 72 Lieferungen nach Haltern gegeben haben.

Insgesamt werden ihm 72 Taten vorgeworfen

In einem Fall soll es sich um eine Lieferung von 500 Gramm Marihuana und 500 Gramm Haze (eine Cannabis-Sorte) gehandelt haben. 23 weitere Taten betreffen jeweils 50 Gramm Marihuana und 100 Gramm Haze. In 48 weiteren Fällen soll der 30-Jährige jeweils mindestens 250 Gramm Marihuana nach Haltern geliefert haben. „Bei diesen Taten waren gelegentlich weitere Betäubungsmittel wie Amphetamine, Kokain und Ecstasy dabei“, so Johannes Hidding. Insgesamt handelt es sich also um Lieferungen von insgesamt mindestens 13 Kilogramm Marihuana.

Im November 2016 in Polizeikontrolle geraten

Aufgeflogen ist der Angeklagte laut dem Gerichtssprecher am 11. November 2016, als er mit seinem Auto in eine Polizeikontrolle geriet. In seinem Wagen wurden damals sieben Kilogramm Marihuana, 290 Ecstasy-Pillen, 55 Gramm Kokain und ein Liter Amphetaminöl gefunden. „Wegen dieser Tat am 11. November 2016 ist der Angeklagte bereits durch das Landgericht Münster zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren rechtskräftig verurteilt worden. Er verbüßt derzeit diese Strafe. Im Zuge der weiteren Ermittlungen sind dann auch die jetzt angeklagten Taten durch Hinweisgeber bekannt geworden“, so Johannes Hidding.

Dem Angeklagten droht nun nach Paragraf 29a Absatz 1 Betäubungsmittelgesetz eine Strafe von mindestens einem Jahr Gefängnis, die theoretisch bis auf 15 Jahre ausgeweitet werden kann. „Im Falle einer Verurteilung ist die Münstersche Strafe einzubeziehen“, so Johannes Hidding.

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