An der Katharina-von-Bora-Schule läuft der Friday For Future anders

Umweltaktion

Die Diskussionen um den Klimawandel sind derzeit in aller Munde. Die Schüler der Katharina-von-Bora-Schule haben sich etwas überlegt, um der Umwelt Gutes zu tun.

Haltern

, 15.06.2019 / Lesedauer: 3 min
An der Katharina-von-Bora-Schule läuft der Friday For Future anders

Alex, Gabriel und Maxim waren fleißig bei der Umweltaktion dabei. © Johanna Wiening

Auch nach Schulschluss war am Freitag in der Katharina-von-Bora-Schule noch einiges los. 80 Schüler und ihre Eltern, Geschwisterkinder und Großeltern hatten sich auf dem Schulhof eingefunden. Sie pflanzten, gruben Löcher und wässerten. Der Grund dafür war eine ganz besondere Aktion, die Denise Plüß, Mutter von zwei Schülern, ins Leben gerufen hat.

Fridays For Future als Vorbild

„Die beiden Jungs haben immer wieder gefragt, ob es bei uns nicht auch sowas wie die Fridays For Future gibt“, erklärt Denise Plüß. „Weil sie aber als Grundschulkinder ja noch sehr jung sind, haben wir uns überlegt, was wir stattdessen machen können.“ Herausgekommen ist ein Friday For Future der anderen Art: Denise Plüß organisierte eine große Umweltaktion direkt auf dem Schulhof.

An der Katharina-von-Bora-Schule läuft der Friday For Future anders

Beim Bohren der Insektenhotels durften die Schutzhandschuhe nicht fehlen. © Johanna Wiening

An mehreren Stationen konnten die Schüler unter anderem eine Wildblumenwiese anlegen und heimische Pflanzen anpflanzen, essbare Blumen säen oder ihre eigenen Insektenhotels bauen, die sie am Ende dann sowohl auf dem Schulhof, als auch im eigenen Garten aufstellen durften.

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Umweltaktion an der Katharina-von-Bora-Schule

„Mir macht das total Spaß“, erklärte Maxim begeistert, während er gemeinsam mit Gabriel und Alex das erste Loch für einen Obstbaum grub. Trotz der Hitze wollten die Jungs keine Pause machen, bis das Loch tief genug war. Als der erste Obstbaum stand, waren sie mächtig stolz.

Auch Eltern, Großeltern und Geschwister waren aktiv

Aber nicht nur die Kinder selbst sollten aktiv werden. Auch Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder waren eingeladen, sich bei der Aktion zu engagieren. Während viele Papas beim Bohren der Löcher für die Insektenhotels halfen, waren die Mamas eifrig beim Bepflanzen dabei. Und auch die Lehrer packten mit an, damit am Ende des Tages auch alles fertig werden konnte.

An der Katharina-von-Bora-Schule läuft der Friday For Future anders

Vivi Klapheck wurde bei der Umweltaktion selbst aktiv und erklärte den Kindern, wo sie Löcher graben mussten. © Johanna Wiening

„Das ist wirklich eine schöne Aktion“, fand auch Schulleiterin Vivi Klapheck. Als Denise Plüß auf sie zukam und die gemeinsame Aktion von Eltern und Lehrern vorschlug, war nicht nur sie sofort begeistert: „Die Resonanz war absolut unglaublich. Wir werden das wahrscheinlich im kommenden Jahr wiederholen.“

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