Andreas Stegemann (CDU): „Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen“

hzNeuer Bürgermeister

Haltern hat einen neuen Bürgermeister. Andreas Stegemann (CDU) überholte seine SPD-Konkurrentin Beate Pliete deutlich. Der Sieg zeichnete sich früh ab. Die SPD ist enttäuscht.

Haltern

, 13.09.2020, 22:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach drei Amtsperioden Bodo Klimpels hat die Stadt Haltern am See erneut einen CDU-Bürgermeister. Andreas Stegemann gewann die Wahl mit einem Vorsprung von 4192 Stimmen vor seiner Mitbewerberin Beate Pliete von der SPD. Torsten Dederichs (FDP) erreichte 10,37 Prozent, Eugen Ulanowski (UBP) 3,22 Prozent.

Andreas Stegemann war überwältigt von dem großen Vertrauen der Wähler. „Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen“, sagte er in einer ersten Reaktion. Er hatte nicht damit gerechnet, bei vier Gegenkandidaten direkt gewählt zu werden. Eine Stichwahl hielt er nicht für ausgeschlossen.

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Tosender Applaus von der Familie und den Parteifreunden

„Es macht mich stolz, Bürgermeister von Haltern geworden zu sein. Jetzt wird gefeiert.“ Andreas Stegemann war um kurz vor 22 Uhr nach einem Ausflug ins neue Rathaus zurück im Gildehaus. Hier empfingen ihn seine Parteifreunde, seine Frau Anne, Eltern und Geschwister mit tosendem Applaus. Die CDU sprach von einem unfassbar guten Ergebnis, das aufgrund der guten Inhalte und der guten Kandidaten hoch verdient sei.

Das beste Ergebnis bescherten dem CDU-Kandidaten die Lippramsdorfer im Stimmbezirk 12, das schwächste Ergebnis verzeichnete Andreas Stegemann mit 44,62 Prozent im Stimmbezirk 3/Altes Rathaus. Mit 53,66 Prozent überholte er sogar noch Bodo Klimpel, der 2014 mit 52,5 Prozent zum Bürgermeister gewählt worden war.

Beate Pliete: Bittere Niederlage im zweiten Versuch

„Wir waren engagiert unterwegs, aber leider ist es uns nicht gelungen, den anderen Parteien bei der Bürgermeisterwahl Stammwähler zu entlocken“, reagierte Beate Pliete auf die Niederlage. Sie erreichte 32,74 Prozent, bei der Wahl 2014 waren es noch 41,3 Prozent. Der SPD sei es trotz eines guten Wahlkampfes ihr Ziel nicht erreicht.

Dass sie es auch im zweiten Anlauf nicht geschafft hat, Bürgermeisterin zu werden, bedauert Beate Pliete: „Die Niederlage ist bitter, ich hatte mir ein besseres Ergebnis erhofft.“ Als sie von dem Ergebnis erfuhr, hat sie direkt Andreas Stegemann angerufen, konnte ihm wegen dessen vieler Telefonate aber nur einen Glückwunsch auf die Mailbox sprechen. Der Politik bleibe sie trotz allem weiterhin treu. „Die SPD wird weiterhin eine gute Oppositionsarbeit leisten“, versprach Beate Pliete.

Die FDP hat sich von zwei auf drei Ratsmandate verbessern können, aber Bürgermeister-Kandidat Torsten Dederichs lag mit seinem Wahlergebnis weit abgeschlagen. „Wir haben einen ambitionierten Wahlkampf mit engagierten Kandidaten geführt, das Ergebnis spiegelt leider diesen Einsatz nicht wieder“, sagte Torsten Dederichs in einer ersten Stellungnahme. Er nimmt zwar nicht im Bürgermeisterbüro Platz, aber er will weiterhin politische Akzente in Haltern setzen, erklärte er im Kolpingtreff. Er habe viel in diesem Wahlkampf gelernt, einen Grund zur Resignation gebe es für ihn nicht.

Bodo Klimpel geht am 27. September in die Stichwahl

Eugen Ulanowski (UBP) war am Abend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Er wird zwar nicht Bürgermeister, hat aber ein Ratsmandat für seine Partei errungen.

Keine Stichwahl in Haltern, aber im Kreis. Die Halterner haben ihrem alten Bürgermeister den Rücken gestärkt und doch reichte es am Ende nicht für einen klaren Sieg. Bodo Klimpel, Kandidat von CDU und FDP, lieferte sich mit seinem größten Kontrahenten Michael Hübner (SPD) einen Wettlauf, der spannender nicht sein konnte. Nach Auszählung der Hälfte der Stimmen und einem winzigen Vorsprung schrieb Bodo Klimpel an die Halterner Zeitung: „Ich bin ziemlich angespannt!“ Am Ende hatte Bodo Klimpel aber Michael Hübner überholt.

In Haltern fuhr Klimpel Traumergebnisse ein. Im Wahlbezirk 12/Lippramsdorf lag die Zustimmung bei 75,84 Prozent. Sein „schlechtes“ Ergebnis erzielte er im Wahlbezirk 3/Altes Rathaus mit 49,34 Prozent. „Ich bin total begeistert und unendlich dankbar“, kommentierte Bodo Klimpel diese Zahlen.

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