Anwohner ärgern sich über größere UMTS-Antennen

Johannes-Grüter-Straße

Ärger, Verunsicherung und Kopfschütteln: An der Johannes-Grüter-Straße sind in der vergangenen Woche die seit 2005 installierten UMTS-Antennen gegen größere ausgetauscht worden.

HALTERN

von Von Holger Steffe

, 16.01.2013, 10:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gemeinsam mit seinen direkten Nachbarn wollen Jasiczaks in den nächsten Tagen überlegen, ob ein weiteres gerichtliches Vorgehen in der Sache einen Sinn macht. Seitenweise füllen Schreiben und Artikel der Halterner Zeitung einen dicken Ordner, der auch Entscheidungen von Gerichten enthält, die den Rückbau von UMTS-Masten erforderlich machten. Schon damals zeigten sich viele Halterner Bürger besorgt über die Auswirkung der pulsierenden Strahlung dieser Anlagen. Aber selbst Strahlenschutzexperte Prof. Wolfgang Köhnlein musste 2005 vor dem Umweltausschuss einräumen, dass die Kommune praktisch keine Einflussmöglichkeit hat.

„Bis zu einer Höhe von zehn Metern dürfen Mobilfunkmasten auch in Wohngebieten errichtet werden“, so seine damalige Aussage. Warum aber der Mobilfunk-Agenda-Beschluss des Umweltausschusses vom Dezember 2005 hier keine Anwendung gefunden hat, konnte auch Stadtsprecher Georg Bockey nicht klären. In der Agenda verspricht die Stadt, die Bürger frühzeitig zu informieren. Außerdem soll versucht werden, Einfluss auf die Mobilfunkbetreiber zu nehmen, dass keine Anlagen neben Krankenhäusern, Kindergärten und Seniorenheimen gebaut werden. „Aber selbst auf dem Franziskushaus am Sixtus-Hospital habe ich eine solche Antenne gesehen“, traut Hans-Jürgen Jasiczak der Agenda nicht.

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