Archiv-Fund: Als die Lippe-Fähre „Maifisch“ ihren Namen erhielt

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Im September 2015 erhielt die Lippefähre „Maifisch“ ihren Namen. Getauft wurde sie damals von Rüdiger Brand (l.), Leiter der Unternehmenskommunikation des Lippeverbandes, Ex-Bürgermeister Bodo Klimpel und Jens Heckhoff, dem Gewinner des Namenswettebwerbs. © Jürgen Wolter (A)
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Zwischen Mai und Oktober heißt es seit 2015 „Maifisch ahoi!“ auf der Lippe-Fähre in Flaesheim. Der Namensgebung liegt, ähnlich wie bei der neuen „Möwe“ Anfang des Jahres, ein Namenswettbewerb zugrunde. Aber lesen Sie selbst:

Haltern. Über anderthalb Stunden diskutierten die sieben Jury-Mitglieder über den zukünftigen Namen. In der letzten Entscheidungsrunde musste sogar abgestimmt werden, weil sich die Jury nicht auf einen Namen aus den letzten drei übrig gebliebenen Vorschlägen einigen konnte. Knapp setzte sich dabei der „Maifisch“ gegen die Namen „Stifts-Fähre“ und „Fluminis Vada“ durch.

Über 30 Vorschläge

Eingereicht hatte den Gewinner-Vorschlag Jens Heckhoff. Er nahm wie über 30 andere Leser der Halterner Zeitung an einer Aktion teil, die in Kooperation mit dem Lippeverband durchgeführt wurde: Die Leser waren dabei aufgerufen, Namensvorschläge zu machen.

Auf die Taufe der Maifisch folgte die Jungfernfahrt mit der Fähre. © Jürgen Wolter (A)

Eingereicht wurden unter anderem viele Vorschläge mit römischem Bezug (zum Beispiel „Aliso“ wie das Römerlager oder eben „Fluminis Vada“, lateinisch für Flussfähre) sowie lokalem Bezug wie „Dachs“ (Dachsberg) oder „Westrup“.

Der Name „Maifisch“ überzeugte vor allem durch seinen „frischen“ Klang, wie einige Jury-Mitglieder sagten und durch seine Bedeutung: Der Maifisch war früher einer der bedeutendsten Speisefische und galt bei uns als ausgestorben.

Doch es ist durchaus möglich, dass sich der Maifisch durch die Renaturierungsmaßnahmen des Lippeverbandes auch in Haltern am See wieder ansiedelt. Und dieser Gedanke der Artenvielfalt, der das Projekt 2-Stromland begleitet, in dessen Rahmen auch die Lippefähre in Betrieb geht, wird dadurch ebenfalls unterstrichen.

Außerdem ist das Wort „Maifisch“ selbst schon fast aus dem Sprachgebrauch verschwunden und kann nun durch die dauerhafte Präsenz wiederbelebt werden.

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