Trauungen aus dem Trauzimmer im Alten Rathaus könnten schon bald live übertragen werden. © Stadt Haltern
Meinung

Auch in der Verwaltung führt an der Digitalisierung kein Weg vorbei

Nach einem Antrag der FDP ist die Stadtverwaltung bemüht, Brautpaaren künftig eine Übertragung ihrer Trauung im Alten Rathaus per Livestream zu ermöglichen. Ein Schritt, der richtig ist.

Denn: Wer sich der Digitalisierung verweigert, dem droht mittel- oder langfristig ein Schaden. Wer aber die Möglichkeiten der cleveren Vernetzung konsequent und kreativ nutzt, der hat bessere Chancen. Das gilt aus meiner Sicht für den Handel, aber auch für die Verwaltung. An der Digitalisierung führt kein Weg vorbei. Das hat uns die Corona-Krise nochmal deutlich vor Augen geführt. Es gilt immer am Puls der Zeit und damit auch im Trend zu bleiben.

Ich bin mir sicher, dass sich viele junge Brautpaare über die Möglichkeit eines Digitalen Trauzimmers freuen werden. Ganz bestimmt auch nach der Corona-Krise. Denn wenn die Oma der Braut in Kanada wohnt, die Freundin gerade in Frankreich verweilt oder der Onkel aus dem Sauerland krank im Bett liegt, gibt es künftig eine Alternative: die Übertragung der Trauung per Livestream. So können alle den ersten ehelichen Kuss live miterleben. Die digitale Technik macht‘s schließlich möglich. Warum sollte das im Standesamt ungenutzt bleiben?

Beim Standesamt Münster gibt es ein vergleichbares Angebot übrigens schon seit März 1999. Seitdem werden Trauungen per fest installierter Webcam live aus dem Schlaun-Saal übertragen, wenn das Brautpaar einverstanden ist. Es wird also Zeit, dass die Digitalisierung auch im Standesamt Haltern Einzug erhält.

Über den Autor
Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte
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