Auf der Brachfläche (im Foto oben) neben dem Kastanienhof entstehen neue Häuser. © Blossey
Haltern-Lavesum

Auf Biko-Markt-Grundstück in Lavesum entstehen 16 neue Wohnungen

Die letzte Brachfläche des ehemaligen Biko-Markt-Grundstückes in Lavesum wird bebaut. Geplant sind an der Ecke Rekener Straße/Merfelder Straße Doppel- und Mehrfamilienhäuser.

Das beliebte Ausflugslokal Biko-Markt in der Ortsmitte von Lavesum schloss Ende 2018: Gastronomie, Bäckerei und Metzgerei rechneten sich wirtschaftlich nicht mehr. Die Substanz des rund 100 Jahre alten Gebäudes war so schlecht, dass für den Besitzer letztlich nur ein Abriss in Frage kam. Für dieses Grundstück gibt es jetzt ein neues Konzept. Hier sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit zwölf Wohnungen sowie zwei Doppelhäuser mit vier Wohneinheiten entstehen.

Der frühere Biko-Markt war eine beliebte Ausflugsgastronomie. © Elisabeth Schrief © Elisabeth Schrief

Die Stadt legt einen Bebauungsplan auf, dieser hat einen Geltungsbereich über die Wohnbebauung Kastanienhof und Gaststätte Eggebrecht hinaus bis zur denkmalgeschützten Kapelle und zum Hof Uhlending schräg gegenüber der Kirche. Die Stadt will so Einfluss gewinnen über die Neuentwicklung der Grundstücke entlang der Rekener Straße. Ihr geht es darum, die dörfliche Struktur und das Ortsbild Lavesums so weit wie möglich zu erhalten.

Für die Bewohner gibt es einen Gemeinschaftsgarten

Grundstücksbesitzer und Investor haben in Verbindung mit einem Planungsbüro ihre Bauplanung bei der Stadt vorgestellt und besprochen. Auf Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses folgt jetzt die öffentliche Auslegung der Pläne. Das Gebiet des Bebauungsplanes „Lavesum-Mitte“ erstreckt sich über knapp einen Hektar, die Flächen sind in Privatbesitz, die Straßen in städtischem Besitz. Parallel ist der Bebauungsplan „Am Schafstall“ in Lavesum in Bearbeitung. Dieses Gebiet grenzt an das Biko-Markt-Gelände.

Auf den ehemaligen Biko-Markt-Grundstück sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit bis zu drei Vollgeschossen entstehen, wobei die Stadt ein Staffelgeschoss statt eines Satteldaches bevorzugt. Dieses Anliegen unterstützt auch der Ausschuss. Dann wirke die Bebauung am Eingang zur Ortsmitte nicht so mächtig, außerdem sei eine Dachbegrünung möglich, hieß es seitens der Politik. Die Zufahrt wird über die Rekener Straße geregelt.

Über eine von der Merfelder Straße abzweigende Privatstraße sind die beiden zweigeschossigen Doppelhäuser zu erreichen. Sie werden auch über Gärten verfügen. Außerdem ist eine private Gemeinschaftsgrünfläche vorgesehen, die von den Bewohnern aller vier Häuser als Spielfläche, Liegewiese oder Grillplatz genutzt werden kann, aber von diesen auch gepflegt werden muss.

Aus Sicht der Verwaltung stellt das Vorhaben mit seinen unterschiedlichen Wohntypologien eine angemessene bauliche Verdichtung des Ortsteils dar.

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