Außergewöhnliche Mischung begeisterte

Deutscher Rock-Pop von Neffin und russische Volksmusik von APM trafen sich im Trigon

14.05.2007 / Lesedauer: 3 min

Haltern ? Die Nummer ist verdammt hitverdächtig?, fand Rockbüro-Chef Reiner Terwort schon nach dem ersten Song von Neffin. Wie ihm ging es vielen Zuschauern beim Konzert am Freitagabend im Trigon. Die sechs Halterner von Neffin, allen voran das Gesangs-Duo Sylvia Schäfer und Andre Haggeney, überzeugten von Anfang an mit solidem deutschen Pop-Rock. In den einfachen Texten, die an deutsche Newcomer-Bands wie Juli oder Wir sind Helden erinnerten, ging es um alltägliche Probleme wie Beziehungskrisen oder das Älter werden.?Gib mir den Glauben an diese Welt zurück, denn alles was sie sagen, stört mich Stück für Stück?, ist da nur eines von vielen Beispielen. In der Halterner Musikszene, die überfüllt ist mit Rock- oder Hardcore-Bands, die meist auch englische Texte singen, bilden Neffin somit ein Unikat. Zwar kamen manche Songs beim Publikum auch mal nicht so gut an, doch insgesamt zeigten die sechs Halterner, dass sie in ihrer noch recht jungen Band-Historie gereift sind und man sich schon auf die neue Platte mit fünf Songs freuen darf, die in nächster Zeit erscheint. Damit hatte Neffin im nicht ganz voll besetzten Trigon eine gute Grundlage für die russische Band APM geschaffen, die am Freitag ihre Deutschland-Tournee eröffnete. Die Osteuropäer haben sich durch zahlreiche Auftritte in den letzten Jahren in Haltern und Umgebung schon einen Namen gemacht. Den Höhepunkt der neuntägigen Tournee wird am 15. Mai das Konzert in der IGBCE-Tagungsstätte bilden, bei dem APM von den Gruppen Straight On!, Hazard Streaker und gun D. unplugged unterstützt werden. Zwar verstand man von den Texten kein Wort, doch mit ihrer russischen Volksmusik machten die acht Musiker trotzdem viel Stimmung. Die außergewöhnliche Konstellation, in der Gesang, Schlagzeug, Gitarre und Bass von Querflöte, Geige und Mundharmonika unterstützt werden, überzeugte das Publikum, dass mittanzte-und -sang. Beide Bands hatten dem Publikum viel geboten und fast all ihre Songs gespielt, so dass erst gegen Mitternacht ein außergewöhnlicher Musikabend sein Ende fand. nik

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