Baumarkt-Mitarbeiter in Haltern spüren die Angst vor dem Coronavirus

hzStaubmasken ausverkauft

Die Angst vor dem Coronavirus wirkt sich auch auf Baumärkte in Haltern aus. Nicht nur Staubmasken werden hier zur Mangelware.

Haltern

, 26.02.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nicht nur Ärzte und Apotheker sind mit der wachsenden Unsicherheit vieler Menschen in Bezug auf den Coronavirus konfrontiert. Auch Baumärkte spüren schon Auswirkungen. „Das wird auch bei uns immer mehr zum Thema Nr. 1“, sagt Günter Hessing, der Geschäftsführer der Raiffeisen Warengenossenschaft in Haltern.

Die Nachfrage ist groß

„Staubmasken sind bei uns immer wieder mal ausverkauft“ so Hessing. Gerade ist wieder eine Lieferung angekommen. Aber die Nachfrage ist groß, wann sie ausverkauft sind, darüber kann man nur spekulieren.“ Im Hagebaumarkt Frieling sind die Masken inzwischen komplett ausverkauft. Bis Mai werde es wahrscheinlich keine mehr geben, sagt eine Mitarbeiterin.

Günter Hessing hat im Raiffeisenmarkt festgestellt, dass nicht nur Staubmasken, die normalerweise bei bestimmten Bauarbeiten benötigt werden, sehr gefragt sind. „Bei uns sind Gummihandschuhe und Gummischürzen ebenfalls ausverkauft, die brauchen normalerweise die Landwirte, insbesondere im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln“, sagt er. „Da ist nichts mehr zu bekommen, da scheint der Markt großflächig abgegrast zu sein.“

„Da wird zuviel Panik gemacht“

Auch auf die Warenterminbörsen habe die Angst vor dem Virus inzwischen immer stärkere Auswirkungen, so Günter Hessing. „Die Preise für Getreide und Öl sinken gerade. Viele befürchten, dass durch den Virus die Absatzmärkte in China zusammenbrechen und deshalb gehen die Preise nach unten. Niemand weiß allerdings, ob dies kurzfristig ist und sich in Kürze wieder ändert, oder ein langfristige Entwicklung. Das kann im Moment niemand voraussagen.“

Stark nachgefragt seien auch Desinfektionsmittel, allerdings sind sie noch ausreichend vorhanden. Günter Hessing kann diese Entwicklung allerdings nicht wirklich nachvollziehen. „Da entsteht offenbar viel mehr Panik als angebracht ist“, sagt er. „Niemand redet von den vielen Toten, die wieder durch die normale Grippe zu verzeichnen sind, aber dieser Virus erzeugt eine große Unsicherheit, nur weil er zurzeit überall ein Thema ist. Ich fände es besser, wenn das Thema etwas sachlicher behandelt würde.“

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