Belebung für die Halterner Innenstand: Das Projekt „Kunst gegen Leerstand“ ist geboren

hz„Kunst gegen Leerstand“

In Haltern wird erstmalig das Modell „Kunst gegen Leerstand“ umgesetzt. Wir stellen vor, wie es dazu kam.

Haltern

, 09.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist wieder Leben in das leer stehende Ladenlokal an der Rekumer Straße 39 gezogen, das in den letzten Wochen leerstand und bis Mitte November ein Bekleidungsgeschäft untergebracht war. Zurzeit kann man sich hier keine schicken neuen Textilien kaufen, sondern Kunst und Kunsthandwerk bestaunen.

Das ist dem Modell „Kunst gegen Leerstand“ zu verdanken, das sich in anderen Städten bereits bewährt und für die Halterner Lösung Pate gestanden hat. Vermieterin Birgit Flachmeier sowie die Kunstschaffenden Olga Pelster und Norbert Anders stellten das Projekt jetzt vor.

So wurde die Idee „Kunst gegen Leerstand“ geboren

Birgit Flachmeier betreibt das Café Artempause am Gantepoth und hat hier schon einer Reihe von Künstlern die Möglichkeit gegeben, ihre Werke auszustellen. Besitzer des Gebäudes an der Rekumer Straße ist ihr Mann Andreas Althoff.

Bisher hat sich trotz einiger Gespräche noch kein geeigneter Nachfolgevermieter gefunden. „Es soll wieder ein Bekleidungsgeschäft sein“, ließ Birgit Flachmeier wissen. So entstand die Idee, die Innenstadt auf andere Weise zu beleben. „Es ist eine temporäre Geschichte“, erklärte Birgit Flachmeier.

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Kunst gegen Leerstand an der Rekumer Straße

Zunächst haben die Künstler die Räume nur für den Februar gemietet und bezahlen dafür die anfallenden Unkosten. Sollte sich kurzfristig kein neuer Vollzahler als Mieter finden, könnte das Arrangement auch verlängert werden.

Olga Pelster und Norbert Anders können sich weitere Künstler vorstellen, die bei der „Kunst gegen Leerstand“ in Haltern einsteigen wollen. Beide planen, an der Rekumer Straße auch zu arbeiten.

Besucher können den Künstlern über die Schulter schauen

So will Olga Pelster neue Bilder für zwei Ausstellungen in Lembeck und in Amsterdam schaffen. Norbert Anders versteht sich als Kunsthandwerker. Er bearbeitet ausgemusterte Gegenständen und setzt sie in einen neuen Zusammenhang.

Beiden Kunstschaffenden können Besucher über die Schulter schauen. „Es geht hier nicht unbedingt um den Verkauf von Kunst, sondern vielmehr um den Austausch und auch die Inspiration“, sagte Olga Pelster. Sie möchte dafür auch Miniworkshops an der Flaniermeile in Haltern anbieten. Norbert Anders freut sich darauf, mit Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Geöffnet ist der Kunstladen auf Zeit dienstags von 10 bis 14 Uhr, mittwochs von 10 bis 13 Uhr sowie donnerstags und freitags von 10 bis 13 und von 15 Uhr 18 Uhr sowie auch am verkaufsoffenen Sonntag (1. März) ab 13 Uhr. Vielleicht könne ihr Beispiel in Haltern Schule machen, wünschen sich die Organisatoren.

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