Meinung

Betreuung von Flüchtlingen: Ohne das Ehrenamt wäre die Stadt Haltern arm dran

Bislang haben 284 Flüchtlinge aus der Ukraine Schutz in Haltern gefunden. Dass sie hier zur Ruhe kommen können, verdanken sie der Stadt - aber vor allem einer engagierten Stadtgesellschaft.
Willkommenskultur wird in Haltern groß geschrieben.
Willkommenskultur wird in Haltern groß geschrieben. Ehrenamtlichen Initiativen sei Dank. © Antje Bücker

Man erinnere sich: Als immer mehr Menschen vor dem Krieg in der Ukraine flüchteten und Zurückgebliebene Unterstützung brauchten, da waren es zuallererst private Initiativen, die Hilfe organisierten und Flüchtlinge wie selbstverständlich bei sich aufnahmen. Kein Weg war zu weit, keine Arbeit zu viel. Die Stadt hielt sich zunächst im Hintergrund.

Mittlerweile werden den Kommunen wie Haltern Flüchtlinge zugewiesen, die Stadt ist damit in die Verantwortung genommen, ihnen Obdach zu bieten. Jetzt stellt sie den Seestadthallen-Komplex als Erstaufnahme-Unterkunft bereit. Nicht ganz uneigennützig, denn die Plätze werden auf die städtische Aufnahmequote angerechnet. Die Stadt hat zwar nicht die organisatorische Verantwortung, aber sie hat die logistische Vorarbeit für diese Notunterkunft zu leisten.

Keine Frage: Das ist ein Batzen Arbeit. Bürgermeister Andreas Stegemann ist sich dennoch durchaus bewusst, dass wieder einmal die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger der Trumpf ist, den er für Haltern ausspielen kann.

In Haltern wirken viele still, unspektakulär und mit großer Selbstverständlichkeit. Die Stadt kann froh sein über die zahlreichen Initiativen, die sie bei den Aufgaben uneigennützig entlasten. Diese stärken darüber hinaus auch noch das Miteinander und den Zusammenhalt der großen Stadtgesellschaft.

Die ausgesprochene Willkommenskultur ist ein Reichtum, mit dem die Stadt gern angeben darf.

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