In den Dortmunder Krankenhäusern stehen relativ wenige freie Intensivbetten zur Verfügung. © dpa
Coronavirus

Böse Corona-Infektionszahlen im Kreis RE – Anderes Bild in den Kliniken

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat ein Ausmaß erreicht, das das der 1. Welle im Kreis Recklinghausen weit übersteigt. Aber die Zahlen aus den Kliniken sind nicht beunruhigend.

Wer allein auf die bekannten Zahlen schaut, der bekommt einen Schreck: So viele Neuinfizierte wie derzeit gab es im Kreis Recklinghausen noch nie. Allein die Zahl der akut als infiziert gemeldeten Personen, also der Menschen, die das Virus in sich tragen, ist hoch. Die Wahrscheinlichkeit, einer infizierten Person zu begegnen, steigt stark.

Aber die Zahlen, die aus den Kliniken kommen, geben Anlass, das etwas ruhiger sehen zu können: Laut dem Intensivregister, in das seit dem Frühsommer täglich alle Krankenhäuser mit Intensivstationen ihre aktuelle Belegungssituation melden, gibt es nur elf Covid-19-Fälle, die so bedrohlich sind, dass die Patienten auf der Intensivstation liegen müssen. Nur vier Personen sind so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen (Stand: 25.10.).

Noch sind 63 Betten frei

Dabei gibt es eine Gesamtkapazität von 246 Intensivbetten im Kreis Recklinghausen. 63 Betten sind ganz frei, also die eiserne Reserve. Belegt sind 183 Betten, darunter sind aber viele Patienten mit anderen Erkrankungen, Verletzungen oder nach Operationen. Im Frühjahr wurden schon anstehende Operationen, die sich schieben ließen, verschoben. Das ist derzeit noch nicht bekannt.

Die 2. Welle bei den Neuinfektionen ist hingegen weit höher als die 1. Welle im Frühjahr. 140 Castrop-Rauxeler sind akut infiziert, in Dorsten 115, in Haltern am See 53. Im gesamten Kreis Recklinghausen sind es jetzt 1321 Personen.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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