Die Bücherei Kortenkamp und Mitinhaberin Anne Heine-Hagen sind auch während des Lockdowns erreichbar - bald dürfen sie wieder richtig öffnen. © Niklas Berkel
Corona-Pandemie

Buchhandlung Kortenkamp: Lockdown beendet, es geht weiter

Die Buchhandlung Kortenkamp versuchte, während des Lockdowns auf verschiedene Weisen Präsenz zu zeigen. Mitinhaberin Anne Heine-Hagen ist nun erleichtert: Am 8. März darf sie wieder öffnen.

Deutlich mehr Menschen als davor hätten nach dem ersten Lockdown zum Buch gegriffen, sagt Anne Heine-Hagen, Mitinhaberin der Buchhandlung Kortenkamp. Das Lesen von Büchern biete vielen Menschen in Krisenzeiten eine willkommene Abwechslung. Dieser Trend setzte sich im zweiten Lockdown allerdings nicht fort. Allein schon deshalb, weil die „Spontankäufe fehlen“, verkaufe die Buchhandlung Kortenkamp wieder weniger Bücher, sagt Mitinhaberin Anne Heine.

Aber jetzt atmet sie auf. Ab dem 8. März (Montag) darf sie ihre Buchhandlung am Markt wieder öffnen und zwar unabhängig von Inzidenzen. „Es ist ein Lichtblick, dass wir wieder halbwegs normal weiterarbeiten dürfen“, sagt sie im Gespräch mit der Halterner Zeitung. Vorsicht bleibt oberstes Gebot. Die Kundenzahl muss sie in der Buchhandlung begrenzen, es wird Körbchen für den Einkauf geben und natürlich Desinfektionsmittel – alles, was die Corona-Schutzverordnung eben verlange.

Anne Hagen-Heine findet es schade, dass Unterschiede im Einzelhandel bezüglich der Wiederöffnung gemacht werden. Dass sie und ihr Team aber froh über die Entscheidung von Bund und Ländern sind, mag sie nicht verhehlen.

In den letzten Monaten habe man vor allem Schadensbegrenzung betrieben. „Wir sind mit den Umständen entsprechend zufrieden“, sagt Anne Heine-Hagen. Anderen gehe es „deutlich schlechter“. Sie hofft darauf, dass der Einzelhandel insgesamt bald wieder öffnen kann – und Kunden so auch wieder Spontankäufe tätigen können.

Bücher können trotzdem gekauft werden

Um trotzdem das Geschäft am Laufen zu erhalten, versucht die Buchhandlung Kortenkamp seit dem zweiten Lockdown und nun noch bis zum 8. März auf verschiedene Weisen, bei ihren Kunden Präsenz zu zeigen. Die Buchhandlung hat einen Abhol- und Lieferservice eingerichtet – ähnlich wie die Gastronomen.

Die Bücher können die Kunden online oder per Anruf bestellen. Entweder können diese aus alphabetisch organisierten Kisten vor dem Geschäft abgeholt werden oder ein Mitarbeiter der Buchhandlung fährt diese zu ihnen. „Einmal am Tag laden wir die Bücher ein und bringen sie vor die Haustür“, so Anne Heine-Hagen.

Vor der Tür können bestellte Bücher abgeholt werden, die Rechnungen liegen dabei. © Niklas Berkel © Niklas Berkel

Zudem werde der Online-Shop nun stärker wahrgenommen, sagt Anne Heine-Hagen. „Den haben wir schon seit zehn Jahren, am Anfang war der aber nicht so präsent wie mittlerweile“, sagt sie.

Auf dem Instagram- und dem Facebook-Kanal werden die Bücher beworben, auch das Schaufenster gestaltet das Team permanent neu.

Für alle, die zuletzt kein Buchgeschäft betreten konnten, hat Anne Heine-Hagen aber gleich ein paar Buch-Empfehlungen parat: „Wirklich gut ist er neue Thriller ,Ostfriesenzorn‘ von Klaus-Peter Wolf sowie der Roman ‚Bridgerton – Der Duke und ich‘ von Julia Quinn.“ Die gleichnamige Serie ist zurzeit ein Riesenerfolg auf dem Streaming-Portal Netflix.

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