Bürgerversammlung zur Lippe-Großbaustelle

Renaturierung

Das große Lippe-Renaturierungsprojekt bei Haus Vogelsang startet Anfang 2017. Den Stand des Projektes und aktuelle Neuigkeiten rund um die Baumaßnahme stellt der Lippeverband bei einer Bürgerversammlung am 17. November (Donnerstag) in Flaesheim vor.

FLAESHEIM

08.11.2016, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Lippe bei Haltern.

Die Lippe bei Haltern.

Im Restaurant „Punjab Garden“, Flaesheimer Straße 377, wird Projektleiterin Dörte Borchardt  ab 19.30 Uhr den Ablauf der Arbeiten, den Zeitplan und das Thema Bodentransporte erläutern. Im Rahmen des Projekts „Lippe – Fluss- und Auenentwicklung Haus Vogelsang“ will der Lippeverband den Fluss mitsamt seiner Aue über sechs Kilometer und auf einer Fläche von rund 30 Hektar naturnah umgestalten. Die Lippe, die bislang oft tief eingegraben durch die Landschaft fließt, soll flacher und breiter werden. Die markanten Stromschnellen werden nicht angetastet, geben sie dem Fluss doch an dieser Stelle sein unverwechselbares Gesicht.

Ein erster, kleinerer Bauabschnitt war bereits in der ersten Jahreshälfte umgesetzt worden. Der Fluss wurde auf einer Länge von 500 Metern auf bis zu 65 Meter verbreitert und damit bei unveränderter Wassermenge deutlich flacher. Unter anderem blieb eine Insel mit altem Baumbestand und steilen Uferbereichen stehen. Eine Flachwasserzone für Jungfische wurde angelegt.

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Der zweite, wesentlich umfangreichere Bauabschnitt läuft in Kürze an. Waren im ersten, mittlerweile abgeschlossenen Bauabschnitt rund 40 000 Kubikmeter Böden abgefahren worden, sind im zweiten Abschnitt insgesamt noch rund 290.000 Kubikmeter an Bodentransporten geplant, von denen rund die Hälfte auf Ahsener Seite anfällt. 

Die geplante Umladung vom LKW auf Schiffe und der Weitertransport über den Wesel-Datteln-Kanal spielt daher für die Verminderung der Verkehrsbelastung eine große Rolle. Die Projektkosten sind mit rund 15 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung trägt zu 100 Prozent das Land NRW als Eigentümer der Lippe und Auftraggeber. Rund 100 Hektar Flächen stellt die RAG für das Projekt bereit.

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