Corona: Aus dem Halterner Wasserwerk gibt es wieder gute Nachrichten

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Acht Mitarbeiter des Halterner Wasserwerks sind mit Corona infiziert. Die Testungen von 103 weiteren Mitarbeitern waren acht Tage unterwegs, aber jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Haltern

, 09.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Erst waren es vier, dann noch einmal vier: Das Halterner Wasserwerk bestätigte Anfang der Woche offiziell acht Coronafälle. Bekannt waren sie schon einige Tage zuvor. Zum Schutz des Teams hatte Gelsenwasser das zunächst nicht bekannt gemacht.

Die Erkrankten kommen nicht alle aus Haltern, sondern auch aus umliegenden Orten. Das Kreisgesundheitsamt kann die Infektionskette nicht nachvollziehen. Es gebe keine erkennbaren Zusammenhänge, weder beruflich noch privat. Aber die Gelsenwasser AG kann jetzt aufatmen.

Von 103 zusätzlich getesteten Mitarbeitern ist niemand an dem Virus erkrankt. „Alle Ergebnisse sind ermittelt, es gibt keinen Coronafall mehr“, ist Unternehmenssprecherin Heidrun Becker froh. Einer der Infizierten könne sogar jetzt seine Arbeit wieder aufnehmen. Drei Mitarbeiter befänden sich zurzeit noch in Quarantäne beziehungsweise seien betrieblich freigestellt.

In enger Absprache mit dem Gesundheitsamt

Die Gelsenwasser AG betont ein weiteres Mal, dass der Betrieb des Wasserwerkes und der Netze trotz dieser Infektionen zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen sei. Das Unternehmen habe in den vergangenen Tagen in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt gestanden, betonte Heidrun Becker. Aber sicherlich habe sich auch das Pandemie-Konzept bewährt.

Gelsenwasser hatte bereits zu Beginn der Pandemie die Trennung von Mitarbeitern in den Betrieben, verschiedenen Niederlassungen und der Verwaltung umgesetzt. So soll das Ansteckungsrisiko innerhalb der Mitarbeiterschaft minimiert werden. Was in etlichen Betrieben möglich ist, geht natürlich beim Wasserversorger nicht: Homeoffice. Die technischen Mitarbeiter müssten schon vor Ort sein, so Heidrun Becker.

Bislang ist das große Unternehmen gut davongekommen

Bislang ist Gelsenwasser mit rund 1500 Mitarbeitenden noch gut durch die Krise gekommen. Es gab lediglich im April fünf Fälle, dann war Ruhe bis zu den Infektionen jetzt Anfang Oktober.

Die Betriebsgebäude der Gelsenwasser-Niederlassungen, also auch das Wasserwerk Haltern, sind für Kunden aus Vorsorgegründen nicht mehr zugänglich. Auch Führungen durch das Wasserwerk finden derzeit nicht statt. Anfragen an das Versorgungsunternehmen sollten telefonisch gestellt werden.

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