Eine Lehrerin der Realschule in Haltern hat sich mit dem Coronavirus infiziert. © Guido Bludau
Corona-Pandemie

Corona-Fall an der Halterner Realschule: Maßnahmen sind eingeleitet

In der Alexander-Lebenstein-Realschule hat sich eine Lehrerin mit dem Coronavirus infiziert. Nach Absprache mit dem Gesundheitsamt hat Schulleiter Frank Cremer Maßnahmen eingeleitet.

Der routinemäßige Reihentest im Lehrer-Kollegium der Alexander-Lebenstein-Realschule in Haltern war am vergangenen Mittwoch durchgeführt worden. Zwei Tage später, am Freitagmittag, erreichte Schulleiter Frank Cremer dann die Nachricht: Bei einer Lehrerin der Realschule war der Corona-Test positiv ausgefallen. Frank Cremer nahm umgehend Kontakt mit dem Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen auf. Nach Absprache mit den dortigen Experten wurde ein Handlungskonzept festgezurrt.

Keine erhöhte Infektionsgefahr für die Schüler

„Die Lage in der Schule ist derzeit sehr angespannt“, sagt der Schulleiter am Montag auf Anfrage. Der Schulbetrieb laufe aber – mit Einschränkungen – weiter. Die gute Nachricht: Bei den Schülern sind nach Angaben Cremers keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich.

Frank Cremer, hier ein Archivbild, beschrieb am Montag die angespannte Situation in der Alexander-Lebenstein-Realschule.
Frank Cremer, hier ein Archivbild, beschrieb am Montag die angespannte Situation in der Alexander-Lebenstein-Realschule. © Jürgen Wolter © Jürgen Wolter

„Die betreffende Lehrerin trug stets einen Mund-Nasenschutz und hielt auch größtenteils den Mindestabstand ein“, erklärt er. Nur selten sei sie im Unterrichtsraum durch die Reihen gegangen. „Das Gesundheitsamt ist der Ansicht, dass dadurch keine erhöhte Infektionsgefahr gegeben war.“ Auch die Schüler tragen während des Unterrichts Masken. Insgesamt vier bis fünf Klassen seien von der nun erkrankten Lehrerin unterrichtet worden.

Acht weitere Quarantäne-Fälle im Lehrerkollegium

Anders dagegen stelle sich die Situation im Lehrerkollegium dar. „Aufgrund der Enge im Lehrerzimmer ist es nicht möglich, dass alle Lehrer einen Mindestabstand einhalten konnten“, bedauert der Schulleiter. Rund 70 Lehrer unterrichten an der Alexander-Lebenstein-Realschule. Insgesamt acht Kollegen seien ermittelt worden, für die nun Quarantäne angeordnet wurde. Ihre Testergebnisse vom vergangenen Mittwoch waren alle negativ ausgefallen. Alle acht Personen werden nun erneut getestet. Mit einem Ergebnis rechnet Schulleiter Cremer am Dienstag, spätestens Mittwoch.

Vertretungsplan bis Mittwoch erstellt

Bis dahin auch müssen einige Unterrichtsstunden, die sogenannten Randstunden, ausfallen. So werde mitunter für die älteren Schüler die erste Stunde gestrichen. Auch die 5. oder 6. Stunde falle stellenweise aus. Dazwischen seien viele Vertretungsstunden eingerichtet worden. Cremer: „Entweder gibt es eine vollständige Vertretungsstunde oder die Klasse wird vom Lehrer in der Nebenklasse mit beaufsichtigt.“

Ohne den Ausfall von Schulstunden sei das Problem aber nicht zu lösen gewesen. „Zusätzlich zu den nun ausgefallenen neun Lehrern gibt es noch einige andere krankheitsbedingte Ausfälle“, sagt Cremer. Auch seien einige Lehrkräfte planmäßig nicht vor Mittwoch wieder in der Schule.

„Ab Mittwoch wird sich die Lage wieder entspannen“, hofft der Schulleiter. Dann auch sollen die acht Lehrer, die sich in Quarantäne befinden, einen „geordneten Distanzunterricht“ durchführen – per Videokonferenz oder Chat.

Über die Autorin
Redaktion Haltern
Geboren in Dülmen, Journalistin, seit 1992 im Medienhaus Lensing - von Münster (Münstersche Zeitung) über Dortmund (Mantelredaktion Ruhr Nachrichten) nach Haltern am See. Diplom-Pädagogin und überzeugte Münsterländerin. Begeistert sich für die Menschen und das Geschehen vor Ort.
Zur Autorenseite
Ingrid Wielens

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.