Corona-Krise: Halterner Grundschüler schicken Grüße an Hospiz-Bewohner

Corona-Krise

Die Klasse 2a der Silverbergschule hat Hospiz-Bewohnern eine besondere Freude gemacht: Sie malte Bilder mit frohen Wünschen für die Bewohner, Lehrer Julian Lewe entwarf daraus eine Collage.

Haltern

, 16.04.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Hospiz zum Heiligen Franziskus in Recklinghausen.

Das Hospiz zum Heiligen Franziskus in Recklinghausen. Die Halternerin Hildegard Pelz arbeitet hier ehrenamtlich. © Hospiz zum Heiligen Franziskus

Hildegard Pelz, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hospizes zum Hl. Franziskus in Recklinghausen, hatte vor zwei Wochen den Artikel der Halterner Zeitung über die „Kinder gegen Corona“ und die selbstgemalten Regenbogen-Grüße der Silverberggrundschüler gelesen. Das gefielt ihr so gut, dass sie auf Facebook den Artikel teilte und fragte, ob die Kinder nicht auch mutmachende Grüße für die Hospiz-Bewohner hätten. Schnell war der Kontakt zu Julian Lewe geknüpft, Konrektor und Klassenlehrer der 2a. Er ermutigte seine Schüler, die allesamt zuhause gegen Langeweile kämpften, doch Extra-Grüße für die Menschen im Hospiz zu malen. Eine andere Klasse hatte bereits dem St.-Anna-Heim geschrieben.

Für die Bewohner des Hospizes in Recklinghausen malten die Schüler der 2a der Silverbergschule ein Bild. Lehrer Julian Lewe (oben links) fügte die Bilder zur Collage zusammen.

Für die Bewohner des Hospizes in Recklinghausen malten die Schüler der 2a der Silverbergschule ein Bild. Lehrer Julian Lewe (oben links) fügte die Bilder zur Collage zusammen. © privat

„Seid behütet“ hatte ein Mädchen auf ein Bild eines Regenbogens gemalt, viele weitere Botschaften enthält die Collage von 23 Schülern. Julian Lewe hat auch ein Bild beigesteuert. Die Collage wurde als Postkarte am Ostersonntag von Hospiz-Geschäftsführer und Seelsorger Dr. Michael Kornau an die Bewohner verteilt. „Mit sehr viel Freude und Angerührtsein“ hätten sie darauf reagiert, berichtet Hildegard Pelz. Dass fremde Kinder ihnen eine solche Hoffungsbotschaft schickten, hätte alle sehr gefreut. Man sei den Kindern sehr dankbar.

Das letzte Osterfest

Glücklicherweise sei das Hospiz noch vom Coronavirus verschont geblieben, die Besuchsbeschränkungen seien aber schwierig für die Bewohner. Umso schöner war die Grußbotschaft der Kinder, sagt Hildegard Pelz. „Man muss davon ausgehen, dass dieses Osterfest für die Menschen im Hospiz das letzte war“, so Pelz.

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