Corona-Krise: Projekt will Schülern digitales Arbeiten ermöglichen

Asylkreis und Caritas

Nicht alle Schülerinnen und Schüler haben während der Corona-Krise Zugang zu technischen Geräten wie Laptop, Drucker oder Wlan. Ein Projekt will das ändern und stellt Räume und Equipment.

Haltern

28.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nicht alle Kinder haben zuhause Zugang zu einem Computer, Wlan und einem Drucker.

Nicht alle Kinder haben zuhause Zugang zu einem Computer, Wlan und einem Drucker. © picture alliance/dpa

Die Wochen der Corona-Krise haben gezeigt, dass es Kinder und Jugendliche in Haltern am See gibt, die aufgrund fehlender technischer Ausstattung und fehlender Unterstützung im sogenannten „homeschooling“ benachteiligt sind.

Da es derzeit keine zusätzlichen Fördermittel von Seiten des Jobcenters für die Familien gibt und auch die Schulen noch keine Leih-Laptops zur Verfügung stellen können, möchte das Projekt „Digitalpatenschaften“ erste pragmatische Angebote an die betroffenen Familien machen.

Das Angebot richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler, die ihre Hausaufgaben digital machen müssen, aber derzeit keinen Zugang zu einem gesicherten WLAN, einem Laptop und einem Drucker haben.

Standort für das digitale Arbeiten eingerichtet

Der Asylkreis und das Caritas-Patenschaftsprojekt „Menschen stärken Menschen“ richten aus Spendengeldern zusammen mit dem Unternehmen soft-consult die Gemeinschafts- und Asylkreisräume in der alten Erich-Kästner-Schule, am Lorenkamp und an der Wasserwerkstraße sowie an einem weiteren Standort für das digitale Arbeiten her.

Wlan, Laptop mit Headset und Drucker stehen vor Ort zur Verfügung. Eine Digitalassistenz leistet vor Ort Unterstützung, wenn es mit der Technik oder Inhalten Probleme gibt.

Abstimmung mit dem Ordnungsamt

Die betroffenen Schülerinnen und Schüler bzw. ihre Eltern können über die Zentrale des Caritas Centrums unter Tel. 1090-0 täglich von 10 bis 12 Uhr eine Zeit zur Nutzung der Räume für ein bis zwei Stunden kostenlos „buchen“.

Nach Absprache mit dem Ordnungsamt werden die Räume mit ein oder zwei Schülerinnen und Schülern „belegt“. Wenn mehr als eine Person im Raum ist, soll ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Wer keinen eigenen Mund-Nasen-Schutz hat, bekommt diesen zur Verfügung gestellt. Die Abstandsregeln werden in jedem Fall beachtet und eine Desinfektion findet nach jedem Gebrauch der Geräte statt.

Inhaltliche Fragen beantworten Lisa Bork, Schulsozialarbeiterin beim Caritasverband (Tel. 1090-43), oder die Freiwilligenkoordinatoren des Caritasverbandes Anna Haverkamp (Tel. 017651553706) und David Schütz (Tel. 1090-54).

Der Asylkreis, der die Ausstattung der Räume finanziert, freut sich über Spenden zur Unterstützung des Projektes auf das Konto des „Asylkreises Haltern“ bei der Stadtsparkasse unter dem Kennwort: Digitalpatenschaften, IBAN: DE98 4265 1315 0000 0687 59 BIC: WELADED1HAT.
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