Dr. Lars Heining, Chefarzt der Lungenklinik Ruhrgebiet Nord sowie Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Fachbereich Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, internistische Intensivmedizin am Halterner St. Sixtus-Hospital. © Günter Schmidt
Sixtus-Hospital

Corona-Pandemie: Sixtus-Hospital nähert sich stückweise der Normalität

Seit etwa einer Woche empfängt das Halterner Sixtus-Hospital wieder Besucher, wenn auch noch limitiert. Die Situation vor Ort entspannt sich allmählich, sagt Chefarzt Dr. Lars Heining.

Alle Zeichen stehen auf Entspannung: Die Inzidenz in Haltern nähert sich immer weiter der 0-Marke, und auch im Kreis liegt die Zahl stabil unter 20. Die Entwicklung zeigt sich auch im Halterner St. Sixtus-Hospital, das zum KKRN-Klinikverbund gehört.

„Wir haben aktuell keinen Patienten, der mit dem Coronavirus infiziert ist“, sagt Dr. Lars Heining, Chefarzt der Lungenklinik Ruhrgebiet Nord sowie Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Fachbereich Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, internistische Intensivmedizin. Das betreffe alle Bereiche, so Heining. Auch vom Personal sei niemand infiziert. Das sei schon eine ganze Weile so. Die Impfquote liegt im Sixtus bei etwa 80 Prozent, „wir sind hier alle schon durchgeimpft“.

Das Sixtus-Hospital in Haltern gehört zum KKRN-Klinikverbund.
Das Sixtus-Hospital in Haltern gehört zum KKRN-Klinikverbund. © G. Schmidt © G. Schmidt

Am Sixtus-Hospital gibt es mit der sogenannten Weaning-Station eine Einrichtung für Menschen, die das selbstständige Atmen erst wieder erlernen müssen – dazu gehörten in der Vergangenheit auch immer wieder Covid-19-Patienten, die teils aus anderen Kliniken nach Haltern verlegt wurden, berichtet Dr. Heining. Doch auch diese Anfragen seien in letzter Zeit weniger geworden. „Wir versuchen hier stückweise wieder in die Normalität zu kommen.“ Die Intensivstation sei voll handlungsfähig.

In den vergangenen Monaten hatten die Kliniken im KKRN-Verbund die Zurückhaltung von Patienten gespürt, wegen akuter Beschwerden das Krankenhaus aufzusuchen. Zu groß war die Angst, sich in der Hochphase mit dem Coronavirus zu infizieren. „Sie kamen zum Teil erst mit schweren Entzündungen oder einer weit fortgeschrittenen Krebserkrankung“, sagt der Mediziner.

„Hausärzte haben einen guten Job gemacht“

Nun werden es langsam wieder mehr, „wir müssen aber weiter Vertrauen gewinnen“. Was Heining laut eigener Aussage überrascht hat, ist die Zahl derjenigen, die mit Impfbeschwerden die Notaufnahme in Haltern aufsuchen. „Da hatten wir bisher erstaunlich wenig Patienten.“ Sein Eindruck sei, dass die Halterner Bürgerinnen und Bürger gut Bescheid wüssten und durch ihre Hausärzte gut aufgeklärt worden seien. „Die Hausärzte haben einen guten Job gemacht.“

Dass die Halterner Bevölkerung gut über die Corona-Pandemie informiert ist, merkt Dr. Lars Heining auch in seiner wöchentlichen Corona-Telefonsprechstunde. „Manche sind sehr belesen und haben differenzierte Nachfragen.“ Im letzten Monat habe das Thema Impfung dominiert. Grundsätzlich habe die Frequenz aber abgenommen. Wie lange man die Telefon-Sprechstunde noch anbiete, sei aber noch nicht entschieden. Eventuell würde sie durch ein neues Angebot ersetzt.

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Vor mehr als zwanzig Jahren über ein Praktikum zum Journalismus gekommen und geblieben. Seit über zehn Jahren bei Lensing Media, die meiste Zeit davon als Redakteurin in der Nachrichten- und Onlineredaktion in Dortmund. In Haltern seit September 2019.
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Ilka Bärwald

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