Coronavirus: Elf weitere Todesfälle im Kreis - Halterner Inzidenz sinkt weiter

Coronavirus

Der Inzidenzwert in Haltern bleibt am Freitag (22. Januar) weiterhin deutlich unter der 50er-Marke und sinkt erneut. Weitere elf Menschen im Kreis sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Haltern

, 22.01.2021, 09:50 Uhr / Lesedauer: 5 min
Die Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter.

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter. © picture alliance/dpa

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Kreis Recklinghausen ist am Freitag (22. Januar) weiter gestiegen: 19.458 Infizierte meldet der Kreis, das sind 148 mehr als am Vortag. Als genesen gelten 17.150 Menschen, 165 mehr als am Vortag. Insgesamt 1825 Menschen im Kreisgebiet (-28) sind aktuell mit dem Virus infiziert.

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Es gibt am Freitag (22. Januar) elf weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Kreis Recklinghausen. Verstorben sind in Castrop-Rauxel ein 80-jähriger Mann und eine 91 Jahre alte Frau, in Datteln zwei Männer im Alter von 84 und 91 Jahren sowie zwei Frauen mit 79 und 87 Jahren, in Oer-Erkenschwick ein 81-jähriger Mann und in Waltrop drei Männer im Alter von 75, 78 und 90 Jahren sowie eine 95 Jahre alte Frau.

Damit sind im Kreis Recklinghausen insgesamt 483 Menschen (Stand 22. Januar) im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

Hierzu ein ergänzender Hinweis: Seit Beginn der Pandemie meldet die Kreisverwaltung die Todesfälle erst, wenn auch eine schriftliche Bestätigung vorliegt. Dadurch kann es zu zeitlichen Verzögerungen bei der Meldung kommen.

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In Haltern hat es bisher vier Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Zuletzt war am Dienstag (12. Januar) der Tod eines 88 Jahre alten Bewohners des Alloheims in Sythen in den amtlichen Statistiken aufgeführt worden. Am 29. Dezember hatte der Kreis den Tod einer 81-jährigen Bewohnerin des Alloheims gemeldet. Am 22. Dezember war zudem ein 86-jähriger Halterner im St. Sixtus-Hospital an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Bereits am 11. Dezember war bekannt geworden, dass ein Halterner im Alter von 82 Jahren verstorben war.

Wir beziehen uns in den Grafiken und den sonstigen Zahlen-Angaben nur auf die amtlichen Statistiken.

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In Haltern ist die Zahl der Corona-Infizierten am Freitag (22. Januar) um 1 auf 585 zurückgegangen. Die Zahl der Genesenen ist zugleich um 4 auf 550 zurückgegangen. Insgesamt 31 Personen sind aktuell infiziert.

Dass die Differenz aus der Zahl der Infizierten und Genesenen nicht immer die Zahl der aktuell Infizierten darstellt, liegt daran, dass einige bereits als Genesene gemeldete Personen im Nachhinein noch Symptome zeigen können und dann erneut zu den Infizierten gezählt werden.

Bei schwach positiven Testergebnissen wird ein Nachtest durchgeführt. Ist dieser negativ, wird das ursprünglich positive Ergebnis korrigiert. Dadurch kann vereinzelt ein bestätigter Fall weniger gezählt werden als am Vortag.

193 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, werden derzeit in einer Klinik im Kreisgebiet behandelt, davon 21 intensivmedizinisch (Stand: Freitag, 22. Januar).

In den letzten sieben Tagen hat es im Kreis 827 Neuinfektionen gegeben (Stand 22. Januar). Die kritische Marke von 50 Neuinfizierten pro Woche auf 100.000 Einwohner liegt umgerechnet auf die Einwohnerzahl im Kreis Recklinghausen bei 308 Neuinfektionen, der zusätzlich vom Land zum 1. September eingeführte Grenzwert von 35 liegt umgerechnet bei 215 Neuinfektionen. Der Inzidenzwert liegt aktuell bei 134,7.

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In Haltern bleibt die 7-Tages-Inzidenz weiterhin deutlich unter der kritischen 50er-Marke. Am Freitag (22. Januar, 6 Uhr) fällt sie auf 15,9. Haltern bleibt kreisweit die Kommune mit der deutlich niedrigsten Inzidenz.

Ausschlaggebend für die Umsetzung von Maßnahmen im Kreis ist der Inzidenzwert, den das Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG) meldet. Dieses meldete am Freitag um 0 Uhr für den Kreis Recklinghausen eine Wochen-Inzidenz von 107,4.

Folgendes gilt es zu beachten: Die aktuelle Entwicklung führt dazu, dass sich der Datentransfer deutlich verzögert. Unterschiedliche Fallzahlen von Kreis und LZG wirken sich auch bei der Berechnung der 7-Tages-Inzidenz aus.

15-Kilometer-Radius für Bürger des Kreises wieder aufgehoben

Die 15-Kilometer-Grenze, die das Land am Dienstag (12. Januar) in einer Coronaregionalverordnung für den Kreis Recklinghausen festgelegt hatte, ist wieder aufgehoben. Darüber informierte das Gesundheitsministerium des Landes die Kreisverwaltung offiziell am späten Montagnachmittag (18. Januar). Ab sofort können sich die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Recklinghausen also wieder über die Kreisgrenzen und einen 15-Kiolmeter-Radius vom Wohnort hinaus bewegen.

Als Begründung für die Aufhebung der Regelung führt das Land die Entwicklung der Zahlen an, die sich „deutlich unterhalb eines Wertes von 200 bewegen“.

Die 15-km-Verordnung hatte angeordnet, dass Bewohner aus den betroffenen Kreisen dieses Gebiet nur verlassen dürfen, „soweit dabei ein Umkreis von 15 Kilometern Luftlinie ab der Grenze des eigenen Heimatorts (politische Gemeinde) nicht überschritten wird.“ Auch einreisen durfte nur, wer nicht weiter als 15 Kilometer entfernt wohnt.

Erreichbarkeit des Corona-Infotelefons

Das Team vom Corona-Infotelefon des Kreises ist zu den üblichen Zeiten erreichbar: Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Meldungen ans Gesundheitsamt sind online jederzeit möglich. Für positiv Getestete besteht die Möglichkeit, ihren Befund per Online-Formular an das Gesundheitsamt zu übermitteln. Durch die hohen Fall- und Testzahlen und die Corona-Warn-App erreichen Laborbefunde die positiv Getesteten häufig, noch bevor dem Gesundheitsamt die Meldung vorliegt. Zudem gibt es immer wieder Befunde ohne die Telefonnummer der infizierten Person, so dass keine direkte Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt möglich ist. Das Kreisgesundheitsamt hat das Formular für positiv Getestete online gestellt, um eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt zu ermöglichen.

Neu auf der Internetseite ist auch ein Formular, über das die Haushaltsangehörigen von positiv Getesteten sich aktiv beim Gesundheitsamt melden können. Gemäß der Quarantäneverordnung der Landes NRW müssen sich Haushaltsangehörige von positiv Getesteten ebenfalls direkt in Quarantäne begeben und dies dem Gesundheitsamt anzuzeigen.

Der Kreis Recklinghausen hat offiziell informiert, dass die Warnstufe Rot erreicht ist. Neben einer Maskenpflicht gilt im Kreis Recklinghausen jetzt auch in Fußgängerzonen und auf öffentlichen Plätzen.


Insgesamt haben sich je nach Kreisstadt so viele Menschen angesteckt:

Neues Formular

Wer positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, kann sich ab sofort auch online direkt beim Gesundheitsamt melden. Die Kreisverwaltung hat dafür ein eigenes Formular entwickelt.

Durch die hohen Fall- und Testzahlen und die Corona-Warn-App erreichen Laborbefunde die positiv Getesteten immer häufiger, noch bevor dem Gesundheitsamt die Meldung vorliegt. Zudem gibt es immer wieder Befunde ohne die Telefonnummer der infizierten Person, so dass keine direkte Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt möglich ist. Darum hat das Kreisgesundheitsamt nun ein Formular für positiv Getestete online gestellt, um eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt zu ermöglichen.

Das Formular bietet auch die Möglichkeit, den Befund hochzuladen. Wer sich als positiv getestete Person anmeldet, bekommt über seine Meldung auch eine Bestätigung mit Datum und Uhrzeit sowie mit den Daten, die angegeben worden sind. Auch der Hinweis auf die Quarantäneverordnung des Landes ist enthalten, die besagt, dass sich positiv Getestete sofort in Quarantäne begeben müssen.

Coronavirus: Elf weitere Todesfälle im Kreis - Halterner Inzidenz sinkt weiter

© BZgA

Lehr- und Kitakräfte können sich ab sofort kostenlos testen lassen

Der Kreis weist darauf hin, dass Lehrkräfte, Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und Kinderpflegeeinrichtungen sich ab sofort kostenlos und freiwillig alle zwei Wochen bei ihrem Hausarzt testen lassen können. Dem voraus ging eine Entscheidung auf Bundes- und Landesebene.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind verpflichtet, sich unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Quarantäne zu begeben und beim Gesundheitsamt zu melden. Darüber hinaus gilt gemäß der neuen Einreiseverordnung des Bundes, dass sie sich außerdem auf das Corona-Virus testen lassen müssen.

Für die Tests gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Der Test wird vor der Einreise nach Deutschland durchgeführt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass er nicht älter als 48 Stunden sein darf, von einem zertifizierten Labor durchgeführt worden sein muss und das Ergebnis in deutscher oder englischer Sprache vorliegt.
  • Der Test wird direkt bei der Einreise am Flughafen vorgenommen. Diese Tests sind für die Einreisenden kostenlos. Wichtig zu berücksichtigen: Auch in diesen Fällen gilt die Quarantäne so lange, bis das schriftliche Testergebnis vorliegt. Die Nachricht auf dem Smartphone genügt nicht, da diese weder personalisiert ist noch Informationen zum Labor enthält, das den Test durchgeführt hat. Gemäß der aktuell gültigen Einreiseverordnung muss zur Quarantäne-Befreiung allerdings eine schriftliche Bestätigung vorliegen.
  • Der Test wird nach der Rückkehr vom Hausarzt durchgeführt. In diesem Fall ist vorher unbedingt telefonisch Kontakt zur Arztpraxis aufzunehmen und der Hinweis auf die Rückkehr aus einem Risikogebiet zu geben.

Reiserückkehrer aus Ländern, die vom RKI nicht als Risikogebiet ausgewiesen worden sind, können sich gemäß der neuen Einreiseverordnung des Bundes ebenfalls kostenlos bei ihrem Hausarzt auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen lassen.

Alle oben genannten Testungen sind gemäß der aktuell gültigen Verordnungen durch die niedergelassenen Ärzte oder durch die von der Kassenärztlichen Vereinigung eingerichteten Testzentren durchzuführen. Sollte es dabei Schwierigkeiten geben, ist Kontakt zur Kassenärztlichen Vereinigung aufzunehmen.

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