Coronavirus

Coronavirus: Fünf neue Fälle in Haltern – Inzidenz im Kreis bei 115,4

Die Inzidenz steigt in Haltern am Sonntag auf 58,1, im Kreis liegt sie bei 115,4. Fast 100.000 Menschen im Kreis sind bisher gegen das Coronavirus geimpft.
Im Haltener Drive-In-Testzentrum werden die Corona-Tests direkt im Container ausgewertet. © Jürgen Wolter

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Kreis Recklinghausen ist am Sonntag (11. April) auf 26.213 Fälle gestiegen, das sind 71 mehr als am Vortag. Als genesen gelten 22.866 Menschen (+127).

In Haltern steigt die 7-Tage-Inzidenz am 11. April auf 58,1 (10. April: 47,6). Haltern hat damit weiterhin die niedrigste Inzidenz im Kreis. Im gesamten Kreisgebiet sind nach offiziellen Angaben insgesamt 2577 Menschen aktuell mit dem Coronavirus infiziert (+44), in Haltern sind es 76 (-1).

Die Zahl der bisher bestätigten Corona-Fälle in der Seestadt ist am Sonntag (11. April) um 5 auf 818 gestiegen. Die Zahl der Genesenen ist um 6 auf 732 gestiegen.

Dass die Differenz aus der Zahl der Infizierten und Genesenen nicht immer die Zahl der aktuell Infizierten darstellt, liegt daran, dass einige bereits als Genesene gemeldete Personen im Nachhinein noch Symptome zeigen können und dann erneut zu den Infizierten gezählt werden.

Bei schwach positiven Testergebnissen wird ein Nachtest durchgeführt. Ist dieser negativ, wird das ursprünglich positive Ergebnis korrigiert. Dadurch kann vereinzelt ein bestätigter Fall weniger gezählt werden als am Vortag.

Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden dem Kreis am Sonntag (11. April) nicht gemeldet.

Das Impfzentrum in Recklinghausen
Das Impfzentrum in Recklinghausen © Jörg Gutzeit © Jörg Gutzeit

Hierzu ein ergänzender Hinweis: Seit Beginn der Pandemie meldet die Kreisverwaltung die Todesfälle erst, wenn auch eine schriftliche Bestätigung vorliegt. Dadurch kann es zu zeitlichen Verzögerungen bei der Meldung kommen.

In Haltern hat es bisher insgesamt 10 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Am 23. März war der Tod eines 77-Jährigen gemeldet worden, am 9. März der Tod eines 90-jährigen Halterners, am 17. Februar der Tod einer 83-Jährigen, am 16. Februar der eines 90-jährigen Halterners.

Weitere Todesfälle in Haltern waren am 11. Februar (ein 86-jähriger Mann), am 5. Februar (ein 79-jähriger Mann), am 12. Januar (ein 88 Jahre alter Bewohner des Alloheims in Sythen), am 29. Dezember (eine 81-jährigen Bewohnerin des Alloheims), am 22. Dezember (ein 86-jähriger Mann) und am 11. Dezember (ein 82 Jahre alter Mann) offiziell bestätigt worden.

Wir beziehen uns in den Grafiken und den sonstigen Zahlen-Angaben nur auf die amtlichen Statistiken.

160 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, werden derzeit in einer Klinik im Kreisgebiet behandelt, davon 29 intensivmedizinisch (Stand: 9. April).

Geimpft wurden im Kreis Recklinghausen seit dem 27. Dezember 2020 insgesamt 93.308 Menschen (Stand: 7. April/aktuellere Zahlen liegen nicht vor). Die Impfquote lag demnach bei 15,2 Prozent. Nach heutigem Stand sollten 70% der Bevölkerung eine Immunität entwickelt haben, um die Pandemie einzudämmen.

In den letzten sieben Tagen hat es im Kreis 829 Neuinfektionen gegeben (Stand: 11. April). Die kritische Marke von 50 Neuinfizierten pro Woche auf 100.000 Einwohner liegt umgerechnet auf die Einwohnerzahl im Kreis Recklinghausen bei 308 Neuinfektionen, der zusätzlich vom Land zum 1. September eingeführte Grenzwert von 35 liegt umgerechnet bei 215 Neuinfektionen. Der Inzidenzwert liegt aktuell bei 123,8.

Ausschlaggebend für die Umsetzung von Maßnahmen im Kreis ist der Inzidenzwert, den das Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG) meldet. Dieses meldete zuletzt am Samstag (10. April) um 0 Uhr für den Kreis Recklinghausen eine Wochen-Inzidenz von 115,4.

Folgendes gilt es zu beachten: Die aktuelle Entwicklung führt dazu, dass sich der Datentransfer deutlich verzögert. Unterschiedliche Fallzahlen von Kreis und LZG wirken sich auch bei der Berechnung der 7-Tages-Inzidenz aus.

Britische Virusvariante auch in Haltern aufgetaucht

Unterdessen wurden am 2. Februar die ersten drei Fälle gemeldet, in denen die britische Variante des Corona-Virus festgestellt worden ist. Diese traten in Haltern, Recklinghausen und Gladbeck auf. Ein Zusammenhang zwischen diesen Fällen kann nach den ersten Recherchen des Kreis-Gesundheitsamts ausgeschlossen werden. Festgestellt wurden die drei Fälle im Rahmen von Sequenzierungen und Typisierungen. Wie es zu der Ansteckung mit der Virus-Mutation kam, ist aktuell noch unklar. Die infizierten Personen befinden sich in Quarantäne.

Brasilianische Virusvariante erstmals im Kreisgebiet nachgewiesen

Nach den sogenannten britischen und südafrikanischen Varianten ist am 1. April im Kreis Recklinghausen auch ein erster Fall der Mutation B 1.1.28 festgestellt worden, die zuerst in Brasilien aufgetreten ist. An dieser Mutante erkrankt ist eine Person aus Waltrop. Wie es zu der Ansteckung mit der Virus-Mutation kam, wird aktuell geprüft. Ein Zusammenhang mit einer Auslandsreise ist nicht auszuschließen. Die infizierte Person und die ermittelten Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Zur brasilianische Virusmutation liegen bislang erst wenige Daten vor. Beim Robert-Koch-Institut heißt es, „eine erhöhte Übertragbarkeit wird ebenfalls als denkbar erachtet“.

Auch bei den Virus-Varianten gelten die gleichen Vorgaben und Empfehlungen wie bei allen anderen Corona-Fällen auch. Wegen der höheren Ansteckungsgefahr sollte noch stärker auf die Einhaltung der Regeln geachtet werden.

Erreichbarkeit des Corona-Infotelefons

Das Team vom Corona-Infotelefon des Kreises ist zu den üblichen Zeiten erreichbar: Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Meldungen ans Gesundheitsamt sind online jederzeit möglich. Für positiv Getestete besteht die Möglichkeit, ihren Befund per Online-Formular an das Gesundheitsamt zu übermitteln. Durch die hohen Fall- und Testzahlen und die Corona-Warn-App erreichen Laborbefunde die positiv Getesteten häufig, noch bevor dem Gesundheitsamt die Meldung vorliegt. Zudem gibt es immer wieder Befunde ohne die Telefonnummer der infizierten Person, so dass keine direkte Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt möglich ist. Das Kreisgesundheitsamt hat das Formular für positiv Getestete online gestellt, um eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt zu ermöglichen.

Neu auf der Internetseite ist auch ein Formular, über das die Haushaltsangehörigen von positiv Getesteten sich aktiv beim Gesundheitsamt melden können. Gemäß der Quarantäneverordnung der Landes NRW müssen sich Haushaltsangehörige von positiv Getesteten ebenfalls direkt in Quarantäne begeben und dies dem Gesundheitsamt anzuzeigen.

Der Kreis Recklinghausen hat offiziell informiert, dass die Warnstufe Rot erreicht ist. Neben einer Maskenpflicht gilt im Kreis Recklinghausen jetzt auch in Fußgängerzonen und auf öffentlichen Plätzen.

Insgesamt haben sich je nach Kreisstadt so viele Menschen angesteckt:

Neues Formular

Wer positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, kann sich ab sofort auch online direkt beim Gesundheitsamt melden. Die Kreisverwaltung hat dafür ein eigenes Formular entwickelt.

Durch die hohen Fall- und Testzahlen und die Corona-Warn-App erreichen Laborbefunde die positiv Getesteten immer häufiger, noch bevor dem Gesundheitsamt die Meldung vorliegt. Zudem gibt es immer wieder Befunde ohne die Telefonnummer der infizierten Person, so dass keine direkte Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt möglich ist. Darum hat das Kreisgesundheitsamt nun ein Formular für positiv Getestete online gestellt, um eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt zu ermöglichen.

Das Formular bietet auch die Möglichkeit, den Befund hochzuladen. Wer sich als positiv getestete Person anmeldet, bekommt über seine Meldung auch eine Bestätigung mit Datum und Uhrzeit sowie mit den Daten, die angegeben worden sind. Auch der Hinweis auf die Quarantäneverordnung des Landes ist enthalten, die besagt, dass sich positiv Getestete sofort in Quarantäne begeben müssen.

Lehr- und Kitakräfte können sich ab sofort kostenlos testen lassen

Der Kreis weist darauf hin, dass Lehrkräfte, Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und Kinderpflegeeinrichtungen sich ab sofort kostenlos und freiwillig alle zwei Wochen bei ihrem Hausarzt testen lassen können. Dem voraus ging eine Entscheidung auf Bundes- und Landesebene.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind verpflichtet, sich unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Quarantäne zu begeben und beim Gesundheitsamt zu melden. Darüber hinaus gilt gemäß der neuen Einreiseverordnung des Bundes, dass sie sich außerdem auf das Corona-Virus testen lassen müssen.

Für die Tests gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Der Test wird vor der Einreise nach Deutschland durchgeführt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass er nicht älter als 48 Stunden sein darf, von einem zertifizierten Labor durchgeführt worden sein muss und das Ergebnis in deutscher oder englischer Sprache vorliegt.
  • Der Test wird direkt bei der Einreise am Flughafen vorgenommen. Diese Tests sind für die Einreisenden kostenlos. Wichtig zu berücksichtigen: Auch in diesen Fällen gilt die Quarantäne so lange, bis das schriftliche Testergebnis vorliegt. Die Nachricht auf dem Smartphone genügt nicht, da diese weder personalisiert ist noch Informationen zum Labor enthält, das den Test durchgeführt hat. Gemäß der aktuell gültigen Einreiseverordnung muss zur Quarantäne-Befreiung allerdings eine schriftliche Bestätigung vorliegen.
  • Der Test wird nach der Rückkehr vom Hausarzt durchgeführt. In diesem Fall ist vorher unbedingt telefonisch Kontakt zur Arztpraxis aufzunehmen und der Hinweis auf die Rückkehr aus einem Risikogebiet zu geben.

Reiserückkehrer aus Ländern, die vom RKI nicht als Risikogebiet ausgewiesen worden sind, können sich gemäß der neuen Einreiseverordnung des Bundes ebenfalls kostenlos bei ihrem Hausarzt auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen lassen.

Alle oben genannten Testungen sind gemäß der aktuell gültigen Verordnungen durch die niedergelassenen Ärzte oder durch die von der Kassenärztlichen Vereinigung eingerichteten Testzentren durchzuführen. Sollte es dabei Schwierigkeiten geben, ist Kontakt zur Kassenärztlichen Vereinigung aufzunehmen.

Lesen Sie jetzt