Coronavirus: Dürfen Segler und Paddler noch auf den Halterner Stausee?

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Einige Segler und Paddler waren am Osterwochenende auf dem Halterner Stausee zu sehen. Aber ist das derzeit überhaupt erlaubt? Darüber waren sich in Haltern scheinbar nicht alle einig.

Haltern

, 15.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sportstätten sind seit einigen Wochen aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Doch wie sieht es mit der Nutzung des Halterner Stausees für Wassersportarten aus?

Paddel- und Segelboote waren unterwegs

„Die Ausübung des Wassersports ist generell nicht gestattet“, hieß es zuletzt auf der Internetseite der Bootshausgesellschaft Strandallee. Das sei eine der Bestimmungen des Landes NRW, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Doch am Wochenende wurden dennoch einige Paddel- und Segelboote auf dem Stausee und der Stever gesehen.

Missverständnis führte zu geschlossenem Bootshaus

Tatsächlich ist das Segeln oder Paddeln derzeit nicht verboten, sagt Thomas Gerlach, Sprecher der Stadt Haltern. Und auch die Bootshäuser dürfen öffnen. Eine Aussage, die Benno Schrief, Geschäftsführer der Bootshausgesellschaft Strandallee, überraschte. Denn er habe bislang in engem Austausch mit dem Ordnungsamt gestanden. Ihm sei gesagt worden, der See sei gesperrt.

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Das Missverständnis wurde nun aber schnell aus der Welt geschafft. Für Paddler sei die Saison ohnehin erst am 1. April gestartet, sagt Schrief. Und damals sei noch die strikte Anweisung gewesen, dass kein Wassersport auf dem See erlaubt ist. Seit Mittwoch, 15. April, hat das Bootshaus in der Stadtmühlenbucht aber nun wieder geöffnet. Jeder, der in Haltern ein Boot gelagert hat, könne auch auf den Stausee fahren, bestätigt Helmut Lampe, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales. Auswärtige, die ihre Boote mitbringen, solle es aktuell aber nicht auf dem See geben, erklärt er.

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