Coronavirus: Inzidenz in Haltern steigt auf 26,4 - zwei Neuinfektionen

Coronavirus

Die Inzidenz in Haltern ist am Donnerstag erneut leicht gestiegen. Zwei weitere Menschen haben sich in der Seestadt mi dem Coronavirus infiziert. Aktuell infiziert sind 20 Halterner, im gesamten Kreis sind es 1014 Personen.

Haltern

, 04.03.2021, 09:50 Uhr / Lesedauer: 5 min
Eine Friseurin fönt mit Mundschutz die Haare einer Kundin. Friseure dürfen ihren Betrieb nach coronabedingter wochenlanger Schließung unter strengen Hygieneauflagen wieder aufnehmen.

Eine Friseurin fönt mit Mundschutz die Haare einer Kundin. Friseure dürfen ihren Betrieb nach coronabedingter wochenlanger Schließung unter strengen Hygieneauflagen wieder aufnehmen. © dpa

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Kreis Recklinghausen ist am Donnerstag (4. März) auf 22.333 Fälle gestiegen, das sind 59 mehr als am Vortag. Als genesen gelten 20.632 Menschen (+31).

In Haltern ist die 7-Tage-Inzidenz leicht auf 26,4 gestiegen. Die Seestadt hat nach wie vor im gesamten Kreis den niedrigsten Wert. Kreisweit sind nach offiziellen Angaben insgesamt 1014 Menschen aktuell mit dem Coronavirus infiziert (+28), in Haltern sind es 20 (-2).

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Die Zahl der bisher bestätigten Corona-Fälle in der Seestadt steigt am Donnerstag (4. März) um 2 auf 661. Die Zahl der Genesenen steigt um 4 auf 633.

Dass die Differenz aus der Zahl der Infizierten und Genesenen nicht immer die Zahl der aktuell Infizierten darstellt, liegt daran, dass einige bereits als Genesene gemeldete Personen im Nachhinein noch Symptome zeigen können und dann erneut zu den Infizierten gezählt werden.

Bei schwach positiven Testergebnissen wird ein Nachtest durchgeführt. Ist dieser negativ, wird das ursprünglich positive Ergebnis korrigiert. Dadurch kann vereinzelt ein bestätigter Fall weniger gezählt werden als am Vortag.

Am Donnerstag (4. März) meldete der Kreis keine weiteren Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Zuletzt waren am Vortag drei Todesfälle offiziell bestätigt worden. Insgesamt sind im Kreis 687 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Hierzu ein ergänzender Hinweis: Seit Beginn der Pandemie meldet die Kreisverwaltung die Todesfälle erst, wenn auch eine schriftliche Bestätigung vorliegt. Dadurch kann es zu zeitlichen Verzögerungen bei der Meldung kommen.

In Haltern hat es bisher 8 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Zuletzt meldete der Kreis am Mittwoch (17.2.) den Tod einer 83-Jährigen, am Dienstag (16.2.) den eines 90-jährigen Halterners.

Zuvor gab der Kreis am Donnerstag (11. Februar) den Tod eines 86-jährigen Halterners bekannt. Am Freitag (5. Februar) ist der Tod eines 79-jährigen Halterners vermeldet worden. Am Dienstag (12. Januar) war der Tod eines 88 Jahre alten Bewohners des Alloheims in Sythen in den amtlichen Statistiken aufgeführt worden.

Am 29. Dezember hatte der Kreis den Tod einer 81-jährigen Bewohnerin des Alloheims gemeldet. Am 22. Dezember war zudem ein 86-jähriger Halterner im St. Sixtus-Hospital an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Bereits am 11. Dezember war bekannt geworden, dass ein Halterner im Alter von 82 Jahren verstorben war.

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Wir beziehen uns in den Grafiken und den sonstigen Zahlen-Angaben nur auf die amtlichen Statistiken.

84 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, werden derzeit in einer Klinik im Kreisgebiet behandelt, davon 11 intensivmedizinisch (Stand: 4. März).

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Geimpft wurden im Kreis Recklinghausen seit dem 27. Dezember 2020 insgesamt 32.856 Menschen (Stand: 2. März - aktuellere Zahlen liegen nicht vor). Die Impfquote lag demnach bei 5,3 Prozent. Nach heutigem Stand sollten 70% der Bevölkerung eine Immunität entwickelt haben, um die Pandemie einzudämmen.

In den letzten sieben Tagen hat es im Kreis 339 Neuinfektionen gegeben (Stand: 4. März). Die kritische Marke von 50 Neuinfizierten pro Woche auf 100.000 Einwohner liegt umgerechnet auf die Einwohnerzahl im Kreis Recklinghausen bei 308 Neuinfektionen, der zusätzlich vom Land zum 1. September eingeführte Grenzwert von 35 liegt umgerechnet bei 215 Neuinfektionen. Der Inzidenzwert liegt aktuell bei 55,2.

Ausschlaggebend für die Umsetzung von Maßnahmen im Kreis ist der Inzidenzwert, den das Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG) meldet. Dieses meldete am Donnerstag (4. März) um 0 Uhr für den Kreis Recklinghausen eine Wochen-Inzidenz von 55,5.

Folgendes gilt es zu beachten: Die aktuelle Entwicklung führt dazu, dass sich der Datentransfer deutlich verzögert. Unterschiedliche Fallzahlen von Kreis und LZG wirken sich auch bei der Berechnung der 7-Tages-Inzidenz aus.

Britische Virusvariante auch in Haltern aufgetaucht

Unterdessen wurden am 2. Februar die ersten drei Fälle gemeldet, in denen die britische Variante des Corona-Virus festgestellt worden ist. Diese traten in Haltern, Recklinghausen und Gladbeck auf. Ein Zusammenhang zwischen diesen Fällen kann nach den ersten Recherchen des Kreis-Gesundheitsamts ausgeschlossen werden. Festgestellt wurden die drei Fälle im Rahmen von Sequenzierungen und Typisierungen. Wie es zu der Ansteckung mit der Virus-Mutation kam, ist aktuell noch unklar. Die infizierten Personen befinden sich in Quarantäne.

15-Kilometer-Radius für Bürger des Kreises wieder aufgehoben

Die 15-Kilometer-Grenze, die das Land am Dienstag (12. Januar) in einer Coronaregionalverordnung für den Kreis Recklinghausen festgelegt hatte, ist wieder aufgehoben. Darüber informierte das Gesundheitsministerium des Landes die Kreisverwaltung offiziell am späten Montagnachmittag (18. Januar). Ab sofort können sich die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Recklinghausen also wieder über die Kreisgrenzen und einen 15-Kiolmeter-Radius vom Wohnort hinaus bewegen.

Als Begründung für die Aufhebung der Regelung führt das Land die Entwicklung der Zahlen an, die sich „deutlich unterhalb eines Wertes von 200 bewegen“.

Die 15-km-Verordnung hatte angeordnet, dass Bewohner aus den betroffenen Kreisen dieses Gebiet nur verlassen dürfen, „soweit dabei ein Umkreis von 15 Kilometern Luftlinie ab der Grenze des eigenen Heimatorts (politische Gemeinde) nicht überschritten wird.“ Auch einreisen durfte nur, wer nicht weiter als 15 Kilometer entfernt wohnt.

Erreichbarkeit des Corona-Infotelefons

Das Team vom Corona-Infotelefon des Kreises ist zu den üblichen Zeiten erreichbar: Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Meldungen ans Gesundheitsamt sind online jederzeit möglich. Für positiv Getestete besteht die Möglichkeit, ihren Befund per Online-Formular an das Gesundheitsamt zu übermitteln. Durch die hohen Fall- und Testzahlen und die Corona-Warn-App erreichen Laborbefunde die positiv Getesteten häufig, noch bevor dem Gesundheitsamt die Meldung vorliegt. Zudem gibt es immer wieder Befunde ohne die Telefonnummer der infizierten Person, so dass keine direkte Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt möglich ist. Das Kreisgesundheitsamt hat das Formular für positiv Getestete online gestellt, um eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt zu ermöglichen.

Neu auf der Internetseite ist auch ein Formular, über das die Haushaltsangehörigen von positiv Getesteten sich aktiv beim Gesundheitsamt melden können. Gemäß der Quarantäneverordnung der Landes NRW müssen sich Haushaltsangehörige von positiv Getesteten ebenfalls direkt in Quarantäne begeben und dies dem Gesundheitsamt anzuzeigen.

Der Kreis Recklinghausen hat offiziell informiert, dass die Warnstufe Rot erreicht ist. Neben einer Maskenpflicht gilt im Kreis Recklinghausen jetzt auch in Fußgängerzonen und auf öffentlichen Plätzen.

Insgesamt haben sich je nach Kreisstadt so viele Menschen angesteckt:

Neues Formular

Wer positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, kann sich ab sofort auch online direkt beim Gesundheitsamt melden. Die Kreisverwaltung hat dafür ein eigenes Formular entwickelt.

Durch die hohen Fall- und Testzahlen und die Corona-Warn-App erreichen Laborbefunde die positiv Getesteten immer häufiger, noch bevor dem Gesundheitsamt die Meldung vorliegt. Zudem gibt es immer wieder Befunde ohne die Telefonnummer der infizierten Person, so dass keine direkte Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt möglich ist. Darum hat das Kreisgesundheitsamt nun ein Formular für positiv Getestete online gestellt, um eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt zu ermöglichen.

Das Formular bietet auch die Möglichkeit, den Befund hochzuladen. Wer sich als positiv getestete Person anmeldet, bekommt über seine Meldung auch eine Bestätigung mit Datum und Uhrzeit sowie mit den Daten, die angegeben worden sind. Auch der Hinweis auf die Quarantäneverordnung des Landes ist enthalten, die besagt, dass sich positiv Getestete sofort in Quarantäne begeben müssen.

Coronavirus: Inzidenz in Haltern steigt auf 26,4 - zwei Neuinfektionen

© BZgA

Lehr- und Kitakräfte können sich ab sofort kostenlos testen lassen

Der Kreis weist darauf hin, dass Lehrkräfte, Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und Kinderpflegeeinrichtungen sich ab sofort kostenlos und freiwillig alle zwei Wochen bei ihrem Hausarzt testen lassen können. Dem voraus ging eine Entscheidung auf Bundes- und Landesebene.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind verpflichtet, sich unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Quarantäne zu begeben und beim Gesundheitsamt zu melden. Darüber hinaus gilt gemäß der neuen Einreiseverordnung des Bundes, dass sie sich außerdem auf das Corona-Virus testen lassen müssen.

Für die Tests gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Der Test wird vor der Einreise nach Deutschland durchgeführt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass er nicht älter als 48 Stunden sein darf, von einem zertifizierten Labor durchgeführt worden sein muss und das Ergebnis in deutscher oder englischer Sprache vorliegt.
  • Der Test wird direkt bei der Einreise am Flughafen vorgenommen. Diese Tests sind für die Einreisenden kostenlos. Wichtig zu berücksichtigen: Auch in diesen Fällen gilt die Quarantäne so lange, bis das schriftliche Testergebnis vorliegt. Die Nachricht auf dem Smartphone genügt nicht, da diese weder personalisiert ist noch Informationen zum Labor enthält, das den Test durchgeführt hat. Gemäß der aktuell gültigen Einreiseverordnung muss zur Quarantäne-Befreiung allerdings eine schriftliche Bestätigung vorliegen.
  • Der Test wird nach der Rückkehr vom Hausarzt durchgeführt. In diesem Fall ist vorher unbedingt telefonisch Kontakt zur Arztpraxis aufzunehmen und der Hinweis auf die Rückkehr aus einem Risikogebiet zu geben.

Reiserückkehrer aus Ländern, die vom RKI nicht als Risikogebiet ausgewiesen worden sind, können sich gemäß der neuen Einreiseverordnung des Bundes ebenfalls kostenlos bei ihrem Hausarzt auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen lassen.

Alle oben genannten Testungen sind gemäß der aktuell gültigen Verordnungen durch die niedergelassenen Ärzte oder durch die von der Kassenärztlichen Vereinigung eingerichteten Testzentren durchzuführen. Sollte es dabei Schwierigkeiten geben, ist Kontakt zur Kassenärztlichen Vereinigung aufzunehmen.

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