Coronavirus-Verdacht: Hausärzte können Verdachtsfälle nun zu zentraler Stelle schicken

Coronavirus

Die Hausärzte in Haltern werden entlastet: In Recklinghausen ist seit Donnerstag (12. März) eine Zentrale eingerichtet, die bei Coronavirus-Verdachtsfällen einen Abstrich durchführt.

Haltern

, 15.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Recklinghausen sollen Abstriche bei Coronavirus-Verdacht jetzt zentralisiert durchgeführt werden.

In Recklinghausen sollen Abstriche bei Coronavirus-Verdacht jetzt zentralisiert durchgeführt werden. © picture alliance/dpa

Wie die Halterner Hausärztin Beate Michel am Freitag (13. März) mitteilte, hat die Kassenärztliche Vereinigung in Recklinghausen eine zentrale diagnostische Abstrichstelle eröffnet. Dort werde Patienten mit Coronavirus-Verdacht ein Abstrich entnommen. Diese Stelle ist täglich von 9 bis 13 Uhr (auch am Wochenende) besetzt. Wo die Stelle sich genau befindet, soll nicht öffentlich gemacht werden.

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Nur die Hausärzte sind befugt, die Patienten nach telefonischer Kontaktaufnahme bei der Abstrichstelle anzumelden. Nur begründete Verdachtsfälle würden dorthin geschickt, so Beate Michel. Erkrankte mit Erkältungs- oder Grippe-Symptomen sollen sich nach wie vor zunächst telefonisch bei ihrem Hausarzt melden. Weitere Abstrichstellen seien in Planung, heißt es von der Kassenärztlichen Vereinigung.

Beate Michel weist noch einmal darauf hin, dass die Ärzte bemüht seien, die Patienten zu separieren. Ihre Praxis habe dafür mittlerweile einen Lagerraum umfunktioniert. „Wir wollen sicherstellen, dass wir alle Erkrankten untersuchen können.“ Doch es fehle an Schutzkleidung und Masken. „Bei leichten Symptomen bitte zuhause bleiben.“ Wenn eine Praxis schließen müsste, wäre es fatal, so Michel. Und: „Im Sinne der Allgemeinheit sollte man im Krankheitsfall generell zuhause bleiben, damit man andere nicht ansteckt.“

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