Das Modehaus van Buer ist nach dem Umzug jetzt mittendrin

hzStandortwechsel

Das Modehaus van Buer ist nun mitten in der Stadt: Nach dem Umbau eines alten Hotels präsentiert es sich an der Rekumer Straße ganz neu. „Eine beeindruckende Entscheidung“, findet die IHK.

Haltern

, 08.03.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stammkunden waren die ersten Gäste, die das neue Modehaus van Buer besichtigen konnten. Einen Tag später, am 8. März um 9.30 Uhr, öffnet das Modehaus offiziell die Türen ihres neuen Firmensitzes. 14 Monate hat der aufwendige Umbau des ehemaligen Hotels Geldermann gedauert. Ein großer Kraftakt sei das gewesen, sagt Günter van Buer rückblickend. An diesem Standort, direkt neben dem zweiten, 2015 eröffneten Standbein „Mittendrin“ präsentieren Günter und Marlies van Buer Damen- und Herrenmode auf zwei Etagen und einer Verkaufsfläche von 600 Quadratmetern. Der Umzug von der Mühlenstraße zur Rekumer Straße sei ein Bekenntnis zum Standort Haltern mit den inhabergeführten Geschäften, betonen Marlies und Günter van Buer.

In Zeiten, in denen die Mode-Branche angesichts der Internet-Konkurrenz, der Schnäppchen-Mentalität und der Tendenz zu Fast-Fashion sehr unter Druck steht, bewertet die Industrie- und Handelskammer einen solchen Entschluss als sehr mutig. „Wir sind beeindruckt von diesem Unternehmertum“, sagt Jens von Lengerke, Abteilungsleiter für die Bereiche Handel und Dienstleistungen in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord. Für Haltern als Einkaufsstadt sei dieser Standortwechsel ein absoluter Gewinn.

„Professionell aufgestellt“

Die Entscheidung für einen Umzug und die Expansion zeige, dass das Modehaus van Buer in Haltern sehr etabliert und das Ehepaar van Buer bestens vernetzt und professionell aufgestellt sei. „Wer eine so große Entscheidung trifft, der hat sich das ganz genau überlegt“, sagt Jens von Lengerke aus Erfahrung. Er selbst sei beeindruckt, dass van Buers interessante Marken in ein kleines Mittelzentrum holen konnten. „Die Zulieferer scheinen in Marlies und Günter van Buer verlässliche Kaufleute gefunden zu haben, die ihre Marken gut präsentieren können.“

Das Unternehmerpaar hat jedenfalls die Zukunft neu gedacht und alle Voraussetzungen geschaffen, das Modegeschäft fit für die vierte Generation zu machen. Moderne Fassade, neues Logo, neuer Firmen-Schriftzug, neues Ladenkonzept: viele Veränderungen gingen mit dem Umzug einher. Eine Kaffeebar, eine Außenterrasse und eine Spielecke für Kinder sorgen wie mehrere Ruhezonen für eine entspannte Einkaufsatmosphäre. „Einkaufen soll Erlebnischarakter haben“, sagen die Eheleute van Buer.

Julia van Buer und Ingrid Schulte hatten am Stammkundentag alle Hände voll zu tun.

Julia van Buer und Ingrid Schulte hatten am Stammkundentag alle Hände voll zu tun. © Elisabeth Schrief

„Das neue van Buer ist unheimlich schön geworden“, findet Kundin Ursula Panoch. Sie schwärmte bei ihrem ersten Besuch von der großzügigen, hellen und ansprechenden Gestaltung. Auch Marianne Schwan gefällt das „stilvolle Ambiente“. Das Konzept sei sehr gut durchdacht. Marion Römer-Biegner bemerkte beim Kleiderkauf auf, dass der Boden fußwarm ist: „Das ist beim Anprobieren sehr angenehm.“ Insgesamt sei sie sehr beeindruckt von der Gestaltung des Modehauses. Wie auch Michaela Bäther, die von einer Wohlfühl-Atmosphäre und einer Bereicherung für die Innenstadt sprach und außerdem als Stammkundin den Teamgeist im Modehaus lobte.

Maßschneiderei

Die Firmengeschichte van Buer begann als Maßschneiderei am Richthof. 1957 zogen Cäcilia und Heinz van Buer zur Mühlenstraße, wo ab 1986 Sohn Günter die Geschäftsführung übernahm. Modernisierungen folgten, zuletzt hatte das Geschäft eine Verkaufsfläche von 350 Quadratmetern. Am neuen Standort konnte das Ehepaar Marlies und Günter van Buer die Verkaufsfläche verdoppeln.

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