Das Niedrigwasser in den Halterner Stauseen kann man riechen

Die Pegelstände der Halterner Stauseen sinken, Einschränkungen beim Wasserverbrauch sind aber bisher nicht zu befüchten. Das ist aber kein Grund, uns entspannt zurückzulehnen.
16 Kreiselpumpen verorgen vom Wasserwerk Haltern aus rund 1 Million Menschen mit Trinkwasser.
16 Kreiselpumpen verorgen vom Wasserwerk Haltern aus rund 1 Million Menschen mit Trinkwasser. © Jürgen Wolter (Archiv)

Wer am Halterner oder Hullerner Stausee derzeit spazieren geht, kann es riechen: In Ufernähe ist ein Geruch nach verwesenden Muscheln wahrnehmbar. Das ist ein untrügliches Zeichen: Der Pegel im Stausee ist gesunken. Der Muschelbesatz auf den Ufersteinen, der nicht mehr unter der Wasseroberfläche sitzt, beginnt in der Trockenheit zu verwesen.

Dieses Szenario wiederholt sich in den letzten Jahren mit (un)schöner Regelmäßigkeit, regenreiche Sommer gibt es fast nicht mehr. Trotzdem gibt es im Bereich des Wasserversorgers Gelsenwasser noch keinen akuten Wassermangel. Und den gab es auch in den vergangenen Jahren nicht. Das Unternehmen (und letztlich jeder von uns) profitiert von den hohen Kapazitäten, die in den Bergbaujahrzehnten geschaffen worden sind und sorgt mit Einleitungen von Kanalwasser über die Stever für Ausgleich.

Mit Ressourcen schonend umgehen

Das sollte allerdings kein Alibi sein, den Wasserverbrauch in hiesigen Breiten weiter hemmungslos zu forcieren. Trinkwasser ist weltweit inzwischen ein so kostbares Gut geworden, dass eine Verschwendung sich schon per se verbietet. Die aktuelle Wetterlage der letzten Tage hat wieder sehr deutlich werden lassen, wie stark und wie schnell sich das Klima verändert – auch in Mitteleuropa. Die Wasservorräte rund um Haltern sind nicht unendlich, so wie die gesamten Ressourcen unseres noch blauen Planeten.

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