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Das sagen Halterner Abiturienten

Halterner Abiturienten sprechen über das Abitur in Zeiten von Corona.
08.04.2020
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Alina Pieper (Joseph-König-Gymnasium): „Es war immer unklar, was passiert: Bleiben die Termine? Fällt das Abi ganz weg? Es gab sehr viele Diskussionen auch unter meinen Freunden. Wir hatten jetzt Online-Unterricht, in einigen Fächern über Videochats, das war ganz gut. Außerdem war es auch okay, sich mit den Büchern selbst vorzubereiten. Und dann hieß es plötzlich, die Termine werden verschoben. Das sind absolut nicht die gleichen Grundvoraussetzungen wie bei Abiturienten in anderen Jahren. Hätte man die Klausuren direkt nach den Ferien geschrieben, wäre es alles viel einfach gewesen und wir wären jetzt nicht so aufgeschmissen.“© privat
Antonia Grüning (Joseph-König-Gymnasium): „Uns fehlen ja theoretisch drei Wochen Schule, daher ergibt es Sinn, die Prüfungen zu verschieben. Lernmaterial habe ich genug zu Hause und manche Lehrer schicken Aufgaben. Aber ich muss sagen, dass mir meine Freunde schon fehlen. Es fühlt sich auch komisch an, dass man von jetzt auf gleich keine Schule mehr hatte. Natürlich bin ich auch traurig, dass alles nicht so ganz nach Plan läuft... Keine Mottowoche, Zulassungsfeier, Abiurlaub und ob unser Abiball stattfinden wird, weiß ich auch nicht. Man wartet 12 Jahre auf den Moment und da ist es ja auch okay, traurig zu sein. Aber ich weiß, es gibt Schlimmeres - immerhin sterben Menschen.“© privat
Felix Deitermann (Joseph-König-Gymnasium): „Das Problem ist, dass sich die „aktuelle Regelung“ gefühlt alle paar Tage ändert. Erst hatten wir spontan unseren letzten Schultag drei Wochen früher als geplant und es hieß, dass die Abiturprüfungen dennoch wie geplant stattfinden werden. Jetzt wurden die Prüfungen doch mehrere Wochen verschoben und wir sollen nach den Ferien vielleicht noch für drei Wochen zur Schule zu kommen. Uns ist bewusst, dass das eine Ausnahmesituation ist, die noch nie vorgekommen ist, und sich dementsprechend niemand darauf vorbereiten konnte. Aber trotzdem ist es nervig, so im Ungewissen zu stehen - auch wenn es dann um sowas geht wie die Planung des Abiballs.“© privat
Jule König (Fachabiturientin am Hans-Böckler Berufskolleg): „Eigentlich finde ich gut, dass die Prüfungen zum normalen Zeitplan stattfinden sollen. Es fehlen natürlich die drei Wochen Unterricht vor den Osterferien, die hätte ich eigentlich noch gebraucht. Aber wir haben viele Aufgaben bekommen und mit Videochats Kontakt zu den Lehrern gehalten, das hat gut geklappt. Die Verunsicherung, dass die Klausuren doch noch abgesagt oder verschoben werden könnten, bleibt aber. Deswegen weiß man nicht so richtig, wie man lernen soll.© privat
Moritz Löbbert (Joseph-König-Gymnasium): „Ich finde, dass die Verschiebung recht sinnvoll ist, weil sich die Situation aktuell sehr schnell verändert und niemand wirklich sagen kann, was in ein oder zwei Monaten Sache ist. Bezogen auf die Vorbereitung für die Abiprüfungen habe ich keine großen Bedenken, da wir in den Abifächern sowieso nichts Neues mehr gemacht hätten. Das Einzige, was ich ein wenig schade finde ist, dass wir in meinem mündlichen Abifach noch nicht die Möglichkeit hatten, die mündlichen Prüfungen vorzubereiten und das lässt sich schwer zu Hause machen.“© privat