Der 7. Krippenweg im Park von Schloss Sythen ist bis zum 6. Januar geöffnet. Über 70 Krippen sind zu sehen, auch das Königspaar beteiligt sich und machte sich Gedanken zum Schützenwesen in Coronazeiten. © Schrief
7. Krippenweg

Der Krippenweg am Schloss Sythen ist nah am Zeitgeschehen

Der 7. Sythener Krippenweg im Park von Schloss Sythen ist eröffnet. Er ist vielgestaltig und gedankenvoll, traditionell und ebenso sehr den Problemen der Gegenwart zugewandt.

Wer weihnachtliche Stimmung sucht, findet sie im Sythener Schlosspark. Dort sind auf einem Rundweg über 70 Krippen stimmungsvoll aufgebaut. „Jede einzelne ist traumhaft schön und spiegelt die Begeisterung und Freude wider, mit der Einzelpersonen, Familien, Kindergärten, Altenheim, Künstlerhof oder Schulklassen sie entworfen und aufgebaut haben“, sagte Christine Henning, Vorsitzende des Fördervereins Schloss Sythen, in ihrer Eröffnungsrede am Sonntag (28. November).

Robert Hüser und Christine Henning dankten der Gründerin des Krippenweges, Bärbel Farwick (r.), mit Blumen für ihr besonderes Engagement. © Schrief © Schrief

Die Vorsitzende dankte allen Mitwirkenden – angefangen von den Organisatoren, Barbara Hatebur und der früheren Theatergruppe Mühlbach-Lerchen, bis hin zur Rentnerband und weiteren fleißigen Helferinnen und Helfern. Die Rentnerband, die sich um die Pflege des Schlosses kümmert, hat 1500 Meter Kabel verlegt, um die Krippen lichttechnisch in Szene zu setzen. „Die Arbeitsstunden, die hier geleistet wurden, sind nicht zu zählen“, betonte Christine Henning. Sie dankte auch Bärbel Farwick, die den Krippenweg als besonderes Event nach Sythen geholt und mit Hartnäckigkeit daraus eine schöne Tradition gemacht habe.

Jede Krippe hat eine besondere Botschaft

Die Vorsitzende bedauerte, dass es nicht wie in früheren Jahren ein Rahmenprogramm und eine Bewirtung geben kann. Aber die Einschränkungen durch Corona lassen das nicht zu. Es lohnt sich trotzdem, den Krippenweg zu gehen und die Botschaften einer jeden Krippe zu lesen.

Kinder des DRK-Kindergartens gestalteten Krippen in Gläsern. Die neue Hauptverantwortliche des Krippenweges, Barbara Hatebur, ist begeistert von den vielfältigen Ideen. © Schrief © Schrief

Corona zum Beispiel heißt für das amtierende Königspaar Martin und Julia, allein in dem großen Königshaus (Festzelt) vor der Krippe zu stehen. Kinder thematisieren ebenfalls die Corona-Pandemie, Sythens Landfrauen das Flüchtlingsdrama, der Künstlerhof zaubert Hoffnungsschimmer, Hermann und Bärbel Farwick stellen die alles überwindende Hoffnung nach Gemeinschaft dar. Es ist ein bedächtiges und zugleich besinnliches Wandern auf über 500 Metern, das in diesen schwierigen Zeiten Erfüllung stiftet.

Der Krippenweg ist täglich geöffnet

Als Bärbel Farwick die Organisation des Krippenweges aufgeben wollte, war Barbara Hatebur, die pensionierte Lehrerin, nicht weit. „Diese schöne Tradition muss in Sythen bewahrt bleiben“, findet sie. Gerade in der jetzigen Zeit sehnten sich die Menschen nach Positivem. Wie sehr, sahen sie und die Organisatoren bereits am Eröffnungstag. Eine große Zahl an Besuchern sah sich den Krippenweg an und manch ein Gast bestimmt nicht zum letzten Mal.

Die Sythener Landfrauen gestalteten eine Krippe rund um die Flüchtlingsnot. © Schrief © Schrief

Geöffnet ist der Krippenweg täglich von 14 bis 17.30 Uhr, sonntags ab 11 Uhr und zwar bis zum 6. Januar. Auch an Weihnachten ist ein Besuch möglich. Der Eintritt ist kostenlos.

Kinder schreiben ihre Wünsche auf einen Stern

Direkt am Eingang nahe des Torbogens steht ein Wünschebaum. Daran dürfen Kinder Sterne hängen, auf denen sie ihre Wünsche schreiben. Es sollen Wünsche sein, die es nicht zu kaufen gibt und die unbezahlbar sind. 2019 gab es diesen Baum auch schon.

Jede Krippe ist stimmungsvoll in Szene gesetzt. © Schrief © Schrief

„Von 33 Kindern wünschten sich 20 Gesundheit. Damals ahnten wir noch nicht, wie weitsichtig die Kinder waren und wie sehr wir uns das wenige Wochen später selber innigst wünschten“, sagte Christine Henning. Aber es gibt auch noch anderes, das Kinder ändern möchten. Ein Stern am aktuellen Baum lässt schmunzeln: „Ich wünsche mir einen netteren Bruder!“

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Elisabeth Schrief

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