Bei Schnee und Eis brauchen die Singvögel unsere Hilfe. © picture-alliance/ dpa
Vogelfütterung

Der Nabu Haltern appelliert: Jetzt unbedingt Vögel füttern!

Bei den jetzigen Schneehöhen und der Kälte brauchen die Singvögel unsere Hilfe. Der Nabu Haltern hat Tipps parat, wie man den gefiederten Gartenbewohnern jetzt helfen kann.

Unter hohen Schneedecken finden Singvögel kaum noch Futter. Carola de Marco vom Naturschutzbund (Nabu) Haltern appelliert deshalb: „Jetzt sollten die Vögel unbedingt gefüttert werden!“

Allerdings gibt es dabei ein paar Punkte zu beachten. „Am besten sind hängende Futterhilfen, zum Beispiel Meisenknödel. Die werden bei uns im Garten sogar manchmal von Eichhörnchen genutzt und man wundert sich, wie akrobatisch diese Tiere an das Futter kommen“, so Carola de Marco.

Vogelhäuschen regelmäßig reinigen

Allerdings sollte man neben den Körnerfressern wie Meisen, Finken oder Sperlingen auch die Vögel nicht vergessen, die Weichfutter bevorzugen wie beispielsweise das Rotkehlchen oder die Amsel. „Für sie gibt es spezielle Knödel, die mehr Protein, also Insekten enthalten“, sagt Carola de Marco. Wenn man Vogelhäuschen verwendet, sei es wichtig, diese regelmäßig (mindestens alle zwei Tage) gründlich zu reinigen. „Denn sonst wird das Futter von Kotresten der Vögel verunreinigt, und das kann zu Infektionen führen“, sagt Carola de Marco. Der Nabu hält ansonsten Futterspender für geeignet, bei denen die Vögel nicht im Futter herumlaufen.

Carola de Marco empfiehlt aber auch, Samenstände von Sträuchern und Gräsern nicht vor dem Winter zu entfernen, sondern diese bis zum Ende der Frostperiode stehen zu lassen: „Wir können immer wieder beobachten, dass die Vögel diese Samen auch jetzt noch anfliegen und bis zum letzten Korn leerfressen, dort findet sich auch noch das eine oder andere Insekt.“

Vögel füttern ist auch ein Naturerlebnis

Der Naturschutzbund Deutschland empfiehlt das Vögel füttern im Winter außerdem auch aus umweltpädagogischer Sicht. „So ist das Füttern nicht nur ein Naturerlebnis, sondern vermittelt zudem Artenkenntnis. Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche, die immer weniger Gelegenheit zu eigenen Beobachtungen und Erlebnissen in der Natur haben. Die meisten engagierten Naturschützer/innen haben einmal als begeisterte Beobachter am winterlichen Futterhäuschen begonnen“, heißt es auf der Nabu-Homepage.

Nicht nur der hohe Schnee, auch die Kälte macht den Vögeln im Winter zu schaffen. „Auch da kann man ihnen helfen, indem man Nistkästen spätestens jetzt reinigt oder neu aufhängt, denn diese nutzen die Vögel auch gern zum Übernachten und Schutz vor kalten Temperaturen“, so Carola de Marco. Und noch einen Tipp hat die Naturschützerin parat: Der Schnitt von Bäumen und Sträuchern sollte bis Ende Februar erfolgen. „Sonst haben die Vögel schon Nester gebaut und es gibt ein Gemetzel.“

Volksinitiative für Artenvielfalt

Der Nabu hat sich der Volksinitiative Artenvielfalt NRW angeschlossen, um „den dramatischen Verlust an Tier- und Pflanzenarten durch ein ‚Handlungsprogramm Artenvielfalt NRW‘ zu stoppen. Dazu brauchen wir 66.000 Unterschriften in NRW“, sagt Carola de Marco. Die Listen gibt es unter anderem beim Nabu Haltern (Im Wienäckern 49) bei der Kaffeerösterei Cuhlmann (Rekumer Straße 44) oder im Halterner Unverpackt Laden (Gantepoth 7), der in Kürze öffnet. Infos auf: www.artenvielfalt.nrw.de.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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