Die Brandgefahr bleibt trotz Regenfällen in Haltern am See weiterhin hoch

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Vier Feuerwehreinsätze gab es in der vergangenen Woche an Bahngleisen. Deutsche Bahn und Feuerwehr sehen aber keine erwiesenen Zusammenhänge. Trotz Regens gibt es keine Entwarnung.

Haltern

, 10.07.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gleich viermal ist die Feuerwehr in der vergangenen Woche zu Flächenbränden in Haltern am See gerufen worden. Alle Stellen lagen entlang der Bahnstrecke, die durch die Stadt führt. Gibt es da einen Zusammenhang? Hat Funkenflug der Züge die Brände ausgelöst oder sind die Bremsen zu heiß geworden?

Von der Deutschen Bahn heißt es auf Anfrage nur kurz und knapp: „Aktuell ermittelt die Bundespolizei zur Brandursache.“ Grundsätzlich könne es viele verschiedene Ursachen geben, etwa weggeworfene Zigaretten oder Glasscherben, die das Sonnenlicht bündeln. „Unabhängig davon drücken wir unser Bedauern aus, dass in Folge der Brände Streckensperrungen notwendig geworden sind.“

Auch Halterns Feuerwehr-Chef ist vorsichtig, was Zusammenhänge angeht. „Die Vermutung ist da, die Ursache ist aber nicht zu eruieren“, sagt Werner Schulte. Kleinste Zündquellen, wie etwa eine nicht vollständig ausgetretene Zigarette, könnten in diesen Tagen große Brände auslösen.

„Auch die paar Regentropfen der letzten Tage sind nicht für eine Entwarnung ausreichend“, so Schulte. Im eigenen Garten könne jeder Halterner sehen, wie wenig weit der Regen in den Boden eindringt. „Am Wetter können wir natürlich nichts ändern“, sagt Schulte: „Aber wir überlegen, ob wir unsere Techniken verändern können.“ Unter anderem seien Adapter im Gespräch, um zum Beispiel landwirtschaftliche Fahrzeuge auch für Wassertanks bei der Brandbekämpfung nutzen zu können.

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