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Die Halterner Schützengilde feiert erstmals Pfingsten Schützenfest

hz7. bis 10. Juni

Mit dem Segen der Kirche stürmt die Schützengilde Pfingstmontag die Schanzen. Allen voran ein neuer König. Es gibt schon sieben Bewerber. Der Vorstand verrät, was sonst noch interessant ist.

Haltern

, 13.03.2019 / Lesedauer: 4 min

Die 1200-Mitglieder-starke Schützengilde Haltern feiert vom 7. bis 10. Juni wieder ein Schützenfest. Zufällig fallen die festlichen Tage auf das Pfingstwochenende. Das fanden Präsident Axel Schmäing und sein Vorstandsteam sehr sympathisch, aber zwei entscheidende Fragen waren zu klären: Dürfen am kirchlichen Feiertag die Schanzen gestürmt werden und wo empfängt der Bürgermeister das neue Königspaar, wenn das Rathaus geschlossen ist? Die Antworten gab das Vorstandsteam der Halterner Zeitung im Gildehaus.

Mit dem Segen der Kirche erobern die Kompanien traditionell am Schützenfest-Montag die Schanzen im Disselhof und auf der Mühlenstraße und Bürgermeister Bodo Klimpel verlegt den Empfang der neuen Majestäten bei gutem Wetter auf den Alten Markt, ansonsten bittet er sie ins Alte Rathaus. „So konnten unsere größten Bedenken ausgeräumt werden“, sagt ein zufriedener Präsident Axel Schmäing.

Schriftliche Meldungen

Bequem zurücklehnen kann sich das Vorstandsteam auch, wenn es an das Königsschießen am Pfingstsonntag denkt. Sieben Bewerber aus zwei Kompanien haben bereits angekündigt, auf den Vogel schießen zu wollen. „Schriftliche Meldungen sind noch möglich bis zum Ausmarsch am 25. Mai, danach geht aus organisatorischen Gründen nichts mehr“, erklärt Vize-Präsident Frank Leopold.

Oberst Klaus Lehmacher hofft grundsätzlich auf eine große Beteiligung. „An den Pfingsttagen ist dienstfrei, alle Schützenfest-Begeisterten können entspannt feiern. Das Wichtigste für mich ist, dass alle Kompanien, die sich sonst eher selbstständig organisieren, sich als große Gemeinschaft formieren und mit Begeisterung gemeinsam das Gilde-Schützenfest feiern.“ Dazu gehöre auch, an den Schützenfesttagen ins Zelt zu gehen und nicht der Gemütlichkeit wegen in den Kompanielokalen zu bleiben.

Musikalische Vielfalt

Damit richtig Schwung ins Zelt kommt, haben sich die Verantwortlichen der Gilde Neues ausgedacht. Am Freitag nach dem Feuerwerk legen die DJ’s Markus Schenk und Marcel Hake im Zelt zum Tanz auf. Am Samstag, zur Verabschiedung der jetzt noch amtierenden Majestäten, spielt die Band „Smile“, am Sonntag zur Inthronisierung des neuen Königspaares folgt die Band „Promise“ und am Montag nach dem Schanzensturm kommt wieder ein DJ. Mit dieser musikalischen Vielfalt, so hofft der Vorstand, bebt der Tanzboden im Zelt.

Über Änderungen und grundsätzlich den Verlauf des historischen Schützenfestes informieren Präsident Axel Schmäing und Oberst Klaus Lehmacher am 29. März um 19 Uhr alle Kompanievorstände und Unteroffiziere im Gildehaus. Dann folgen Schlag auf Schlag Termine.

Ausrufen und Ausmarsch

Die 2. und 7. Kompanie organisieren am 27. April den Königsehrenabend in der Aula des Schulzentrums. Es ist die besondere Abschiedsveranstaltung für das amtierende Paar Peter Baumann (7. Kompanie) und Sabine Scholz-Bohr (2. Kompanie). Eintrittskarten zum Preis von acht Euro gibt es ab sofort bei den Hauptleuten.

Am 5. Mai ruft dann Heinz Sasse in historischer Kluft auf dem Alten Markt das Schützenfest aus. Die Schützen tragen sich an diesem Sonntag in ihren Kompaniezelten in die Listen ein und zeigen ihre Bereitschaft zum Mittun. Dazu spielt das Hullerner Blasorchester auf.

Drei Wochen später, am 25. Mai, folgt der Ausmarsch. Bislang schlugen die Gildeschützen nach einem Zug durch die Stadt ihr Biwak am Schulzentrum auf. Jetzt heißt das Ziel Gildehaus, wo der Abend mit Musik und Tanz ausklingt und das Wir-Gefühl gelebt werden soll.

Das Gilde-Schützenfest spielt sich vor allem in der Innenstadt ab, nur zum Vogelschießen und abends „belagern“ die Kompanien den Lippspieker. Für Schausteller ist das zu wenig, sie haben kein Interesse mehr, ihre Buden und Fahrgeschäfte in Haltern aufzubauen. Deshalb findet abgesehen von einem Autoscooter keine große Kirmes mehr statt. „Sie rechnet sich einfach nicht mehr“, bedauert Axel Schmäing. Andere Schützenvereine haben das gleiche Problem.

Appell an die Gemeinschaft

Oberst Klaus Lehmacher sieht in dem Schützenfest ein großes Gemeinschaftsspiel. Präsident Schmäing vergleicht es mit einem Fußball-Match. „Einer allein auf dem Platz erreicht nichts, Erfolg braucht Mitspieler.“ So wie der Gildevorstand die Kompanien braucht. Klaus Lehmacher lädt ein: „Lasst uns bitte vier Tage eng zusammenstehen.“

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