Das Nikolausdorf brachte in der Vorweihnachtszeit die Halterner - geschützt vor Wind und Wetter - für gemütliche Treffen bei Glühwein und anderen Getränken zusammen. Es bot 120 Sitzplätze. © Jennifer Riediger
Nikolausdorf

Die Halterner Schützengilde kauft das alte Nikolausdorf zurück

Das 2019 verkaufte Nikolausdorf kehrt nach Haltern zurück, allerdings mit einem neuen Verwendungszweck. Die Halterner Schützengilde hat es gekauft. Sie baut es am Gildehaus wieder auf.

Mit einem richtigen Holz-Dorf wollte die Werbegemeinschaft Haltern 2008 den traditionellen Nikolausmarkt nach vorne bringen und mit diesem Alleinstellungsmerkmal Gäste in der vorweihnachtlichen Zeit ins Zentrum der Stadt locken. Zimmerer Georg Rohlf aus Haltern-Lavesum hatte dafür rund sieben Kubikmeter Holz für eine 250 Quadratmeter große überdachte Fläche mit 120 Sitzplätzen verbaut. 2019 übergab die Werbegemeinschaft dieses Dorf gegen eine Spende an die Bürgerstiftung Halterner für Halterner an einen Schaustellerbetrieb aus Recklinghausen. Nun kommt es zurück nach Haltern.

Stadt muss Baugenehmigung erteilen

„Das Dorf ist nicht mehr ganz vollständig, aber für uns bietet es alles, was wir brauchen“, sagt Frank Leopold. Damit ist klar: Das Nikolausdorf geht in den Besitz der Schützengilde Haltern über. Wie Präsident Frank Leopold sagt, wird es künftig als Lagerfläche von den acht Kompanien genutzt. Für den Aufbau am Gildehaus, Wasserwerkstraße, bedarf es allerdings einer Baugenehmigung.

Das Dorf ist zerlegt und wird voraussichtlich im Januar 2022 von Halterner Unternehmen zum Gildehaus geholt. Der Aufbau soll dann anschließend zeitnah in Eigenleistung unter Anleitung der Firma Rohlf durchgeführt werden.

Der Eingang zum Nikolausdorf: Von Lichtern erleuchtet entwickelte es besonders am Abend eine besondere Atmosphäre. © Halterner Zeitung © Halterner Zeitung

Ein Aufbau auf dem Alten Markt kam für Haltern nicht mehr infrage. Die Stadt Haltern am See war wegen der Sparmaßnahmen im Rahmen des Stärkungspaktes und dessen Folgen finanziell ab 2015 nicht mehr in der Lage, das Nikolausdorf auf- und wieder abzubauen. Auch gab es für die Werbegemeinschaft sehr hohe ordnungsbehördliche Auflagen für eine Bauabnahme und die erforderliche wiederkehrende TÜV-Prüfung. Vor dem Verkauf nach Recklinghausen schlummerte das Nikolausdorf in zwei Seecontainern auf dem Gelände der alten Abfall-Umladestation am Lorenkamp.

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Elisabeth Schrief

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