Die Halterner Sixtus-Pfarrei hat neue Ideen, um den Wallfahrtsort Annaberg zu beleben

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Mit Besorgnis betrachten Halterner die schwindende Attraktivität des Annaberges als Wallfahrtsort. Die Sixtus-Pfarrei antwortet nun auf Kritik mit einem verheißungsvollen Plan.

Haltern

, 08.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Halterner, denen der Annaberg als Wallfahrtsstätte am Herzen liegt, kritisierten in letzter Zeit häufiger den ungepflegten Zustand rund um Kapelle und Kirche. Außerdem fehlt ihnen nach Schließung der Gaststätte und deren Umnutzung zur Zentralrendantur eine Anlaufstelle für Pilger.

„Die St.-Sixtus-Kirchengemeinde sollte doch ein Interesse haben, dass der Annaberg als Stätte der Anna-Verehrung, die über Jahrhunderte Wallfahrer angezogen hat, für Pilger wieder attraktiv wird“, hieß es in einem Leserbrief in der Halterner Zeitung. Oder: „Pilger und Besucher des Wallfahrtsortes St. Annaberg sind besorgt über die allgemeine Negativentwicklung des einst so beliebten Ortes.“ Jetzt reagiert die Kirchengemeinde mit einem innovativen Plan.

Auch für Wallfahrer gibt es gute Nachrichten

Die Pfarrei St. Sixtus gründet einen „Freundeskreis Annaberg“. Das verkündete Pfarrer Michael Ostholthoff. Mitglied werden kann jeder, dem der Annaberg als wichtige Stätte gelebten Glaubens am Herzen liegt. Auch für die Wallfahrer hatte er eine gute Nachricht.

Die Halterner Sixtus-Pfarrei hat neue Ideen, um den Wallfahrtsort Annaberg zu beleben

Die Pilgereinkehrstätte war lange Restaurant, jetzt wird daraus der Standort der fusionierten Zentralrendantur. Platz für Pilger soll auch bleiben. © Kevin Kindel

Bekanntlich zieht nach der Fusion - und dem entsprechenden Umbau - die neue Zentralrendantur Haltern/Marl/Dorsten im Laufe des Jahres mit ihren Büros in die Pilgereinkehrstätte ein. Vorgesehen ist im Rahmen der Bauarbeiten, einen Raum mit Selbstversorger-Küche für 40 bis 45 Pilger in dem Haus abzutrennen. Pfarrer Michael Ostholthoff sieht darin und in weiteren Anstrengungen die Möglichkeit, den Annaberg neu zu beleben.

Kommunionkinder pilgern zum Annaberg

Denn die Pfarrei nimmt sehr wohl wahr, dass die Pilgerzahlen zurückgehen. Deshalb will sie eine Initiative starten, um die Statistik umzukehren. „Wir wollen die Wallfahrtsstätte wieder stärker in den Blick rücken“, sagte Michael Ostholthoff. So ist beispielsweise vorgesehen, mit allen Kommunionkindern des Jahres 2020 und deren Familien eine große Wallfahrt zum Annaberg zu organisieren.

Pfarrer Ostholthoff lud ein, gemeinsam neue Wege zu beschreiten, um den historischen Wallfahrtsort wieder aufzuwerten.

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