Die Kälte naht Ist der Winterdienst in Haltern auf das Wetter vorbereitet?

Freie Mitarbeiterin
Winterdienst in Haltern fährt durch Schnee
Sieben Fahrzeuge des Winterdiensts sorgen für befahrbare Straßen in Haltern. (A) © Foto Elke Rüdiger
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Nach einem warmen Oktober fallen allmählich die Temperaturen. Am Samstag sollen die Temperaturen laut Vorhersage in den Minusbereich fallen. Der Februar 2021 hat von den Winterdiensten viel gefordert. Wie sieht es dieses Jahr aus? Bereitet sich der Winterdienst auf einen harten Winter vor?

Der Winterdienst in Haltern steht mit sieben Fahrzeugen und einem vollen Salzsilo für Schnee und Glätte bereit. In der Nacht fahren die Mitarbeiter durch die Straßen und schauen, wo es glatt ist oder wo Schnee liegt. Zusätzlich gibt es einen Glättesensor an der Pitter-Bey-Straße. Anhand dieser Kriterien räumen die Mitarbeiter des Baubetriebshofes die Straßen in den frühen Morgenstunden.

Winterdienst streut mit Salz

Nach dem Motto „Soviel Sicherheit wie eben möglich – mit so wenig Salz wie nötig“ bezeichnet die Stadt Haltern ihre Arbeit im Winterdienst. Konkret soll das bedeuten, dass je nach Glätteart unterschiedlich viel Salz benötigt wird. Neben der Umstellung 2010 auf das Salz-sparende Feuchtsalz, sorgen optimierte Fahrzeuge für einen effizienten Verbrauch: „Außerdem sind unsere Großstreugeräte mittlerweile mit Straßensensoren, Infrarotthermometern und der neuesten Steuerungstechnik ausgestattet, um auch hier nur so viel wie nötig zu streuen“, erklärt die Pressesprecherin der Stadt Sophie Hoffmeier.

Dass keine umweltfreundlicheren Alternativen genutzt werden, liege an den Wetterverhältnissen und den Kosten für die Entfernung von Sand, Split oder Granulat, so Sophie Hoffmeier. In Haltern gebe es häufiger Reif- und Eisglätte als Schneeglätte. Bei diesen Verhältnissen sei Streusalz am wirksamsten.

Halterner müssen jedoch auf die Alternativen zurückgreifen: „In Haltern am See ist den Bürgerinnen und Bürgern die Verwendung von Streusalz bereits untersagt. Das ist schon sehr lange so und in der Straßenreinigungssatzung hinterlegt“, erklärt Sophie Hoffmeier.

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Eisglätte entsteht, wenn der Schnee schmilzt, dann wieder friert und sich so eine Eisschicht bildet. Unter Reifglätte versteht man Glatteis, das durch eine Temperatur unter dem Taupunkt auf Straßen entsteht. Dadurch kondensiert der Wasserdampf aus der Luft an den Wegen und es wird glatt. Zu Schneeglätte kommt es, wenn der gefallene Schnee auf den Straßen und Wegen liegen bleibt.

Tagsüber müssen Halterner streuen

An Werktagen zwischen 7 und 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen zwischen 9 und 20 Uhr müssen die Halterner Bürgerinnen und Bürger ran. Durch die Streupflicht müssen sie ihre Grundstücke und Wege selbst von Eis und Schnee befreien.

Der Winterdienst räumt vorrangig die Hauptverkehrsstraßen wie die B58, Münsterstraße, Rochfordstraße oder den Friedrich-Ebert-Wall. In besonderen Fällen, wie zuletzt im Februar 2021, fährt der Winterdienst auch durch Nebenstraßen und räumt Radwege.

Was Bürgerinnen und Bürger genau beachten müssen, steht in der Straßenreinigungssatzung auf der Homepage der Stadt.

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