Die Lachmöwen finden in Haltern einen reich gedeckten Tisch

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Manchmal werden die Vögel, die auf den Ampelmasten der Umgehungsstraße in Haltern hocken, als Tauben identifiziert. Man kommt einfach nicht darauf, dass es sich um Möwen handelt.

Haltern

, 22.02.2020, 15:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eigentlich sitzen sie gerne auf den Ampelmasten am Friedrich-Ebert-Wall und Recklinghäuser Damm - die Lachmöwen gehören dort zum Stadtbild von Haltern dazu. Zurzeit allerdings sind sie wohl auf Reisen.

Vielleicht machen sie einen Ausflug zum Halterner Stausee oder zum Dülmener Teich, wo die Vögel genügend Nahrung finden. Wenn es trocken ist und kein Regenwurmwetter herrscht, kommen sie im Winterhalbjahr gerne in die Städte, um sich die Nahrungssuche zu erleichtern. Hier finden die Tiere einen gedeckten Tisch vor.

Lachmöwen sind Kulturfolger

Der Ornithologe bezeichnet sie deshalb auch als Kulturfolger. Die Verstädterung der Lachmöwen soll übrigens erst vor rund 125 Jahren eingesetzt haben. Im Winter 1894/95 erschienen demnach die ersten Vögel in Hamburg und London.

Die Ampelmasten in Haltern haben sie vor einigen Jahren besetzt. Von ihren dortigen Hochsitzen haben sie wohl einen guten Überblick, erklärt Rolf Behlert, der sich für den Natur- und Vogelschutz in Haltern einsetzt. Außerdem lieben es die Lachmöwen gesellig.

Die Tiere fressen selektiv Lebensmittelreste und nutzen dafür auch die Kläranlage, die sich in der Nähe ihres Halterner Nischenplatzes an den beiden belebten Straßen befinden. Außerdem finden sie auf den feuchten Wiesen der Lippeniederung gerade in der Morgenzeit die leckeren Würmer, die sie so sehr schätzen.

Die Vögel brüten in der Region

Die Brutgebiete der Halterner Lachmöwen liegen laut Rolf Behlert in den Rieselfeldern Münster und im Zwillbrocker Venn. Allein im Venn gebe es rund 1000 Brutpaare.

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