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Die Postverteilung in Haltern läuft über neue Verteilzentren an Lohaus- und Annabergstraße

hzPostverteilzentren

Seit Anfang März wird die „gelbe Post“ für Haltern an der Lohausstraße sortiert. Auch die „rote“ Post „Brief und mehr“ ist kürzlich an einen neuen Standort gezogen.

Haltern

, 11.04.2019 / Lesedauer: 4 min

Der Umzug war eine Operation am offenen Herzen“, sagt Clemens Funke, Leiter des Zustellstützpunktes der Deutschen Post in Haltern. Seit dem 9. März befindet sich das Verteilzentrum am neuen Standort an der Lohausstraße. Innerhalb eines Tages wurde der Standort bei laufendem Betrieb verlegt. Die Arbeitsabläufe konnten optimiert werden und die Post ist hier für die Zukunft gewappnet.

Am Morgen hatten die Postmitarbeiter noch ihre Post am alten Standort Koeppstraße abgeholt, dann kamen die Umzugsprofis, die bis zum frühen Nachmittag die komplette Einrichtung und Technik an der Lohausstraße wieder aufgebaut hatten.

Bereits im Juni 2018 war „Brief und mehr“ vom Gantepoth in der Halterner Innenstadt an den neuen Standort an der Annabergstraße 98 gezogen. „Hier haben wir unsere Fläche in etwa verdreifacht“, sagt Karsten Korte von der Lensing Wolf Pressevertriebsgesellschaft mbH & Co. KG (LWP), die in Haltern für die Abwicklung zuständig ist.

„Der Bereich der Paketzustellung gewinnt immer breiteren Raum“, sagt Clemens Funke von der Deutschen Post. „Hier an der Lohausstraße haben wir den Platz, um darauf vorbereitet zu sein.“ Die neuen Räume in einer ehemaligen Schuhfabrik umfassen 1700 Quadratmeter Fläche, fast doppel so viel wie an der Koeppstraße im alten Betriebsgebäude. Dort standen nur 900 Quadratmeter zur Verfügung.

20.000 Briefe werden täglich verteilt

„An der Koeppstraße war das Postamt der Deutschen Post 1930 eingezogen“, sagt Clemens Funke. „Die gesamte Infrastruktur war nicht mehr ausreichend“. Probleme bereiteten dort vor allem die unterschiedlichen Höhenniveaus: „Die Fahrzeuge konnten nur über eine Rampe beladen werden. Dort mussten die Pakete zunächst abgestellt und dann ins Fahrzeug umgeladen werden“, so Clemens Funke. „Maximal drei Fahrzeuge konnten gleichzeitig laden. Hier ist alles ebenerdig. Die Beladung ist völlig problemlos“.

Zwei Jahre lang hatte die Deutsche Post nach einem geeigneten Standort gesucht. 20.000 Briefe werden jeden Tag sortiert und zugestellt. 38 Mitarbeiter sind im Verteilzentrum in Haltern tätig, die Teamleitung übernehmen Tanja Lohle und Ulrich Bergjürgen.

Neun Fahrradbezirke und 13 Autobezirke in den Ortsteilen bilden den Halterner Zustellbezirk. „800 Pakete werden in der Stadt, weitere 800 in den Außenbezirken verteilt“, sagt Clemens Funke. „Die DHL liefert zusätzlich noch einmal 1300 Pakete aus.“

Die Verbundzustellung - der Fahrer liefert gleichzeitig Briefe und Pakete - soll in Zukunft in Haltern ausgeweitet werden. „In den Außenbezirken machen wir das bereits so, den Radius um die Innenstadt wollen wir in Zukunft enger ziehen“, so Clemens Funke.

Zeitungs- und Postzustellung werden koordiniert

Die LWP koordiniert dagegen die Postzustellung mit der Zustellung der Halterner Zeitung über den Zustelldienst „Brief und mehr“. Ab 14 Uhr werden die Briefe in zwei Touren an den roten Briefkästen und den Briefmarkenverkaufsstellen eingesammelt und gehen dann zum Verteilzentrum nach Münster. „Gegen Mitternacht ist die sortierte Post dann wieder in Haltern“, ergänzt Michael Rath von der LWP.

Der Großteil wird von den 70 Zeitungszustellern in 130 Bezirken verteilt. Dort wo die nächtliche Zustellung nicht möglich ist, sind tagsüber noch zusätzlich vier Exklusivzusteller unterwegs, die ausschließlich Post austragen. „Die Post für ihren Bezirk sortieren die Zusteller dann hier an der Annaberstraße“, so Karsten Korte. Rund 3500 Briefe werden von „Brief und mehr“ täglich in Haltern zugestellt.

Der Betrieb startete in Haltern 1999 zunächst noch unter dem Firmennamen Porto. „Los ging es mit der Sortierung und Zustellung der Briefe der Stadt Haltern“, erinnert sich Gründer Detlef Jansen. Der erste Verteilraum befand sich im Halterner Rathaus.

In Zukunft kommen Streetscooter mit Eletroantrieb zum Einsatz

Die Zukunft der Postzustellung wird elektrisch. Die von der Deutschen Post selbst produzierten Streetscooter werden mittelfristig auch in Haltern die Zustellung übernehmen. „Vorrang haben zunächst Städte, in denen Dieselfahrverbote gelten oder kommen könnten“, sagt dazu Britta Töllner, Pressesprecherin der Deutsche Post DHL Group.

Clemens Funke, der auch für die anderen Zustellstützpunkte im Kreis Recklinghausen zuständig ist, ergänzt: „Im Kreis werden in Kürze Waltrop und Oer-Erkenschwick die Fahrzeuge erhalten. Hier in Haltern fehlt uns noch die Infrastruktur, um die Fahrzeuge hier am Stützpunkt zu laden. Dazu müssen die Stadtwerke noch die notwendigen Leitungen verlegen und die Ladesäulen müssen installiert werden.“ Im laufenden Jahr rechnet er deshalb noch nicht mit der Umstellung.

Auch die Postfächer sind zum neuen Standort an der Lohausstraße gewandert. „Wir haben sie in gleicher Anordnung wieder aufgebaut, jeder Kunde hat auch seine Postfachnummer behalten“, sagt Clemens Funke. Außerdem finden Kunden jetzt direkt Parkplätze vor der Tür. Nur wenigen ist der Weg zum neuen Standort zu weit. „Für die Firmen im Gewerbegebiet ist es besser geworden, nur 14 unter anderem aus der Innenstadt haben gekündigt, weil ihnen der Weg zu weit ist“, so Clemens Funke.

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