Die Stadt Haltern muss die Eröffnung des Kindergartens Lohausstraße wieder verschieben

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Die Eröffnung des Kindergartens an der Lohausstraße verzögert sich erneut. Eltern von 85 Kindern, die auf die Betreuungsplätze warten, haben inzwischen Post von der Stadt bekommen.

Haltern

, 04.05.2019 / Lesedauer: 3 min

„Nicht vorhersehbare Schwierigkeiten“, so Bürgermeister Bodo Klimpel, verzögern den Fortschritt auf der Baustelle an der Lohausstraße. Die zuletzt angekündigte Eröffnung für Mitte Mai muss erneut verschoben werden. „Ich versichere, dass alles versucht wird, um einen Eröffnungstermin Anfang Juni einzuhalten“, schreibt Klimpel den Eltern.

Probleme auf dem Dach

„Es sieht gut aus“, sagt zwar das beauftragte Generalunternehmen Wieko aus Marl. Aber es ist in den vergangenen Monaten einiges schief gelaufen. So kann beispielsweise aktuell das Gerüst nicht abgebaut werden, weil das Dach nachgebessert werden muss. An einigen Stellen gab es Einregnungen in die Fassade. Solange das Gerüst steht, können die Außenanlagen inklusive Rettungswege nicht fertiggestellt werden. In der kommenden Woche werde, so versicherte das Bauunternehmen gegenüber der Stadt, wenigstens das Gerüst an der Hauptfassade abgebaut, damit die Landschaftsbauer weiterarbeiten können.

Aber auch im Haus ist längst nicht alles fertig. Zwar können die Gruppenräume eingerichtet werden, aber der große Mehrzwecksaal zum Beispiel ist noch fast Rohbau. Anfang des Jahres hatte Wieko-Geschäftsführer Frank Wieschollek Verzögerungen mit der konjunkturellen Lage auf dem Bausektor begründet. Firmen hätten Aufträge angenommen, obwohl sie bereits mit Arbeit überfrachtet gewesen seien. Fakt ist, dass Wieko mit Subunternehmen arbeitet und die Kommunikation zuweilen schwierig ist.

Am 13. Mai gibt’s eine Versammlung

Die Stadt lässt viele Nerven auf der Baustelle. „Alle beteiligten Stellen der Verwaltung setzen seit Monaten all ihre Energie in die frühestmögliche Fertigstellung des Objektes“, sagt Bodo Klimpel. Leider gebe es aber immer wieder Dinge, die nur bedingt oder gar nicht von der Stadt beeinflusst werden könnten.

Am Montag (13. Mai) will der Bürgermeister die betroffenen Eltern, die ihre Kinder in der Kita Lohausstraße angemeldet haben, informieren. Er lädt um 18 Uhr zu einer Versammlung in die Aula des Schulzentrums, Holtwicker Straße 3-9, ein. Dann wird die Verwaltung über die Entwicklung des Bauvorhabens, die dabei aufgetretenen Schwierigkeiten und die weiteren Planungen informieren. Vorab fragt das Jugendamt den Bedarf nach einer unbedingten Betreuungsnotwendigkeit ab. Die ersten Rückmeldungen dazu sind bei der Stadt eingegangen.

Auflage aus der Ausschreibung nicht eingehalten

Bei der Ausschreibung für den Bau des zweigeschossigen Kindergartens mit fünf Gruppen war die Fertigstellung bis Ende Dezember 2018 ein Vergabekriterium. Zwei interessierte Bauunternehmen sagten wegen dieses Zeitdrucks ab, das bei der Ausschreibungssichtung an erster Stelle liegende, kostengünstigste Unternehmen beging Verfahrensfehler, so kam der Zweitplatzierte - Wieko aus Marl - zum Zuge. Im April 2018 fand der erste Spatenstich statt.

Die Stadt investiert an der Lohausstraße auf eigenem Grundstück 2,8 Millionen Euro. Die Arbeiterwohlfahrt übernimmt die Trägerschaft dieser Einrichtung für 85 Kinder. Die in der Halterner Zeitung verkündete Hiobsbotschaft, die fünfte Gruppe könne aufgrund von fehlendem Personal nicht eingerichtet werden, hatte große Wirkung. Es meldeten sich Bewerber, sodass die AWO in voller Besetzung an den Start gehen kann.

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