Die Stadt plant mit neun zusätzlichen Stellen – Das ist das falsche Signal

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Leere Portmonees wie Kassen
Leere Portmonees wie Kassen © Holger Steffe
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Während des Höhepunkts der Corona-Krise, bei der ein großer Teil unseres normalen Lebens zum Erliegen kam und die Wirtschaft erheblich gelitten hat, konnten sich die meisten von uns nicht vorstellen, dass es noch schlimmer kommen könnte. Dann wurde die Ukraine von Russland überfallen und mittlerweile steht unsere ganze Weltordnung Kopf.

Die Aussichten für die Kommunen, die sich mehr finanzielle Freiheiten wünschen, um wieder Zukunft gestalten zu können, sind düster. Das gilt besonders für Städte wie Haltern am See, die eine lange Spar-Periode im Zuge des Stärkungspakts hinter sich haben. Viele Herausforderungen, von der Flüchtlingsunterbringung bis zur Begleichung der Energiekostenabrechnung, sind noch nicht ausreichend gegenfinanziert.

Aus diesem Grund muss die Frage danach gestellt werden, ob es zum aktuellen Zeitpunkt richtig ist, den Stellenplan der Verwaltung um neun Stellen zu erweitern. Mit eisernem Willen wurden in den vergangenen Jahren über 65 vollzeitverrechnete Stellen abgebaut. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt ist die deutliche Kehrtwende bei der Stellenplanung der Stadt ein falsches Signal.

Mit rund 500.000 Euro sollen die zusätzlichen Stellen zu Buche schlagen. Wer keinen ausgeglichenen Haushalt einbringen kann, darf sich diese Mehrausgabe nicht leisten, denn Geld, das man nicht hat, kann man auch nicht ausgeben.

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