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Die Stadt sucht eine Fläche für einen eingezäunten Hundeplatz

hzHundehalter Haltern am See

Die Initiative „Hundehalter Haltern am See“ wünscht sich einen eingezäunten Hundeauslaufplatz. Ob der Westuferpark die richtige Fläche dafür wäre, da sind sich die Politiker nicht sicher.

Haltern

, 22.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Nicole Kölker und Astrid Gußmann stellten ihr Anliegen im Ausschuss Bauen und Verkehr vor. Sie und weitere Hundebesitzer wünschen sich einen eingezäunten Hundeauslauf in der Stadt. Die SPD findet das sympathisch und stellte deshalb im November 2018 einen Antrag an den Rat. Bis zur Sitzung am 19. März prüfte die Verwaltung mehrere stadteigene Flächen und schlug einen Platz im Westuferpark als Lösung vor.

Die Gelsenwasser AG als Eigentümerin hatte sogar eine Fläche am Ende des Parks (Richtung Stadtmühlenbucht) in Aussicht gestellt, wenn die Hunde nicht in den See springen und eine Station mit Hundekotbeutel aufgestellt wird. Doch Nicole Kölker äußerte Bedenken wegen der Nähe zu einem Wohnhaus: Eine Geräuschkulisse durch Hundegebell könnte die Ruhe der Familie stören.

Schatten im Sommer

Sie erläuterte im Ausschuss, worum es den Hundehaltern geht. „Es gibt keinen Bereich in entsprechender Größe, wo Hunde in einem geschützten Raum die Möglichkeit zum Spielen und Toben haben.“ Die Initiative wünscht sich einen Platz, der auch in heißen Sommermonaten genügend Schattenflächen für die Vierbeiner bietet. Dieser soll für alle Bürger und ihre Hunde zu festen Öffnungszeiten zugänglich sein.

Ausschuss-Vorsitzender Wolfgang Kaiser (SPD) erklärte noch einmal, dass der Stadt keine Kosten entstehen dürfen. Das ist der Initiative allerdings auch klar. Sie bittet einfach nur um ein Areal für ihre Vierbeiner und findet, dass das eigentlich nicht zu viel verlangt ist. „Hundebesitzer zahlen im Jahr 320.000 Euro Hundesteuer, davon sollten Hundehalter ruhig auch mal profitieren“, findet Astrid Gußmann. Sie hatte für die Ausschuss-Mitglieder Fotos von gelungenen und weniger gelungenen Beispielen aus Nachbarstädten mitgebracht.

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Der neue Hundeplatz müsste mit einer Trinkstation und Spielmöglichkeiten für die Tiere sowie mit Sitzbänken ausgestattet werden. Außerdem muss ein Zaun gekauft werden. Das Geld würde die Initiative - möglichst mit Unterstützung von Sponsoren - aufbringen. Sie sieht sich auch bezüglich der Pflege in der Verantwortung.

Stadt nicht verantwortlich

Eine Unterstützung stand für Verwaltung und Politik außer Frage. Nur der stark frequentierte Westuferpark erschien den Politikern ungeeignet. Alternativen könnten ein Waldstück im Sundern oder ein Bereich an der Stever sein. Bürgermeister Bodo Klimpel schlug am Ende vor, die Verwaltung werde sich mehrere Plätze anschauen und dann das Thema in der nächsten Sitzung des Ausschusses Bauen und Verkehr im Sommer neu diskutieren lassen.

Die Verwaltung betonte, dass nicht sie Betreiber der Anlage sein werde und auch die entsprechenden Auflagen für Nutzer nicht kontrollieren könne. Stattdessen wird die Initiative „Hundehalter Haltern am See“ in die Verantwortung genommen. Gegebenenfalls ist dafür eine Vereinsgründung notwendig.

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