Meinung

Ein Job, der einen in den Wahnsinn treibt – und trotzdem einer der besten ist

In der Gastronomie zu arbeiten, ist nicht immer leicht. Es gibt wenig Geld für viel Arbeit und das zu Zeiten, wenn alle längst Feierabend haben. Trotzdem bleibt es einer der besten Jobs.
Der Job als Kellnerin ist hart. Trotzdem war es einer der besten Erfahrungen, die unsere Autorin (M.) bisher machen durfte. © privat

In Haltern fehlt es an gutem Personal in der Gastronomie. Mit Blick auf das Sommergeschäft sehen viele Gastronomen deswegen schwarz. Die Corona-Pandemie hat das Berufsfeld nicht wirklich attraktiver gemacht, als es ohnehin schon war.

Es ist ein Job mit meist wenig Gehalt, viel Arbeit und Stress. Ganz zu schweigen von den Arbeitszeiten. Oder den Gästen, die – das kann ich aus jahrelanger Erfahrung sagen – manchmal echt zum k***** sein können. Trotzdem möchte ich meine Zeit als Kellnerin nicht missen. Dafür gibt es ein ganzes Tablett voller Gründe.

Erfahrungen in der Gastronomie zu sammeln ist das A und O

An oberster Stelle steht ganz klar die Lebenserfahrung, die ich dadurch gewonnen habe. Ich weiß nicht nur, wie man Latte Art zaubert oder einen Old Fashion mixt. Ich kann in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Weiß mich zu behaupten gegen unangenehme Gäste.

In kürzester Zeit habe ich die interessantesten Leute und ihre Geschichten kennengelernt. Ich konnte irgendwann unsere Stammkunden mit Namen begrüßen und ihre Bestellung eingeben, bevor sie überhaupt den Laden betreten haben. Außerdem schweißt die Arbeit in der Gastronomie unheimlich zusammen. Kein Wunder also, dass ich als Kellnerin in meinem Team Freunde fürs Leben gefunden habe.

Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder einmal Erfahrungen in einem Gastro-Job machen sollte. Auch wenn es hart ist und einen an seine Grenzen treibt. Im Endeffekt kann man dabei nur gewinnen.

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