Eine Zitterpartie: 15 FSJ-ler sind bei der Halterner Caritas gestartet

Freiwilliges soziales Jahr

Auch unter Coronabedingungen helfen junge Menschen Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen. Der Start der FSJ-Programme war aber in diesem Jahr eine Zitterpartie.

Haltern

, 08.10.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
15 neue FSJ-ler betreuen Fachdienstleiterin Simone Krüger (5. v. r.) und die Teamleiterinnen in Haltern.

15 neue FSJ-ler betreuen Fachdienstleiterin Simone Krüger (5. v. r.) und die Teamleiterinnen in Haltern. © Jürgen Wolter

Mit Beginn des Schuljahres sind ab dem 12. August 15 junge Menschen unter dem Dach der Caritas in ein Freiwilliges Soziales Jahr in Haltern gestartet. Die Anmeldungen verzögerten sich aber, weil lange nicht klar war, ob und wann die Schulen wieder mit dem Regelbetrieb starten.

„Das war in diesem Jahr eine echte Zitterpartie“, sagt Simone Krüger, die Fachdienstleiterin Inklusionsförderung und Offene soziale Dienste beim Caritas Zentrum Haltern, das die pädagogische Anleitung und Begleitung der FSJ-ler sicher stellt. Da die Anmeldezahlen in diesem Jahr niedriger ausfielen, gehören auch FSJ-ler von der Lebenshilfe und der Diakonie zur Gruppe.

In Haltern am See werden sie vom Caritasverband Ostvest e.V. an den inklusiv arbeitenden Schulen als Schulassistent eingesetzt. Sie sind eng in das jeweilige Team der Schule, bestehend aus Lehrern, Sonderpädagogen und angestellten Schulassistenten eingebunden und begleiten Kinder, die aufgrund ihrer Einschränkungen ohne zusätzliche Unterstützung nicht am Regelunterricht teilnehmen könnten. Die Stadt Haltern und der Kreis Recklinghausen sind in der Regel Kostenträger dieser für die Kinder wichtigen Hilfen.

Erfahrungen helfen auch bei der Berufswahl

Für die Teilnehmer ist das FSJ auch eine Phase der beruflichen und persönlichen Orientierung. „Schon nach einigen Wochen haben sich meine beruflichen Pläne zum Teil geändert“, sagt Torben. „Ursprünglich wollte ich nach dem FSJ Soziale Arbeit studieren. „Jetzt möchte ich aber erstmal weiter praktisch arbeiten, vielleicht eine Ausbildung im sozialen Bereich machen und das Studium erst anschließend angehen.“

Katharina arbeitet in der Voltigiergruppe auf einem Halterner Reiterhof mit, an der Kinder mit Behinderungen teilnehmen. Sie möchte anschließend Sonderschulpädagogik studieren. „Wie gut die tiergestützte Therapie wirkt, finde ich sehr beeindruckend“, sagt sie.

Auch unter Corona-Bedingungen funktioniert der Einsatz der Freiwilligen bisher aber reibungslos. „Noch mussten keine Klassen in Quarantäne, wir hoffen, dass das auch so bleibt“, sagt Simone Krüger.

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