Einigung im „Zaunstreit“ am Prozessionsweg kann nun auch Folgen für die Nachbarn haben

hzZaunstreit

Ein Ortstermin mit dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Prozessionsweg brachte die Lösung. Es gibt jetzt eine Einigung im Zaunstreit.

Haltern

, 29.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Dienstag hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen zum Ortstermin an den Prozessionsweg geladen. Es ging um den Streit zwischen Andreas Wessel und dem Kreis Recklinghausen wegen eines Zauns, den Wessel am Rand seines Grundstücks errichtet hat (wir berichteten).

Der Kreis hatte den Unternehmer aufgefordert, den Zaun um drei Meter zu versetzen, weil er zu nah am Unteren Heubach steht, der als Biotop gilt. Da der Bach aber nahezu nie Wasser führt, hatte Wessel die Notwendigkeit bestritten, den Zaun genehmigen lassen zu müssen. Deshalb hatte ihm der Kreis Recklinghausen mit einer Ordnungsverfügung gedroht.

Lage vor Ort wird noch einmal geprüft

Vor Ort kam folgende Einigung zustande: Der Zaun muss nur um einen Meter versetzt werden. Allerdings will sich die Kreisbehörde auch die anderen Zaunanlagen und die Gestaltung des Prozessionswegs insgesamt noch einmal vornehmen. Dort gibt es offenbar noch weitere Diskrepanzen zwischen den ökologischen Standards und den vorhanden Bauten.

„Der Untere Heubach gilt als Fließgewässer, auch wenn er in dem Bereich kaum Wasser führt“, so Andreas Wessel. „Ich kann aber mit dem gefunden Kompromiss leben, den Zaun werde ich um einen Meter versetzen. Mit dieser Lösung bin ich einverstanden.“

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