Meinung

Endlich: Die Impfquote steigt bundesweit und in Haltern an

Apotheker und Arztpraxen in Haltern lassen sich von bürokratischen Hemmnissen nicht aufhalten. Es wird endlich vor Ort geimpft. Ein Kommentar zur guten Schlagzeile.
Der Impfstart erfolgte um Weihnachten in den Altenheimen. Auf dem Bild ist eine Impfszene im ASB Seniorenzentrum Kahrstege in Haltern zu sehen. © Arne Pöhnert

Die Apotheker in Haltern versorgen die Arztpraxen vor Ort mit Impfstoff gegen das Coronavirus. Es wird eine funktionierende Kooperation genutzt, um die empfindlichen Vakzine zum Patienten zu bringen. Wer Kontakt zu beiden Berufsgruppen hat, kann erleben, wie groß die Bereitschaft ist, die Ärmel hochzukrempeln und endlich in die direkte Pandemie-Bekämpfung einzusteigen.

Obwohl in der vergangenen Woche die Impfstoffmengen überschaubar waren, die an die Hausärzte und einige Fachärzte abgegeben wurden, ist schon ein positiver Effekt spürbar. Fast jeder kennt wohl mittlerweile in seinem Umfeld Personen, die eine Impfung erhalten haben, wenn er nicht schon selbst einen Pieks erhalten hat.

Das macht Mut. Endlich gibt es zwischen all den negativen Schlagzeilen von ansteigenden Inzidenzzahlen oder belegten Intensivbetten auch eine gute Nachricht.

Die Empfindung wird durch die Zahlen widergespiegelt. Bundesweit wurden im März täglich selten deutlich mehr als 300.000 Impfungen gezählt. Am Mittwoch (7. April) waren es 667.000, am Donnerstag 716.000 und Freitag noch einmal 547.000.

Für den Kreis Recklinghausen wird angegeben, dass durch Arztpraxen bislang 6.888 Impfdosen verabreicht wurden. Im Impfzentrum waren es 66.388.

In den nächsten Wochen soll das Tempo vor Ort steigen, wenn mehr Impfstoff geliefert werden kann. Wir dürfen auf den Sommer hoffen.

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