Entsetzen bei der DLRG Haltern: Unbekannte stehlen Bootsmotoren

hzDiebstahl

Wut und Entsetzen herrschen bei der DLRG Haltern. Unbekannte entwendeten am Wochenende Motoren der Rettungsboote. Auch die Stadtwerke sind betroffen. Das hat weitreichende Konsequenzen.

Haltern

, 06.07.2020, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt vier Außenbord-Motoren von Einsatzbooten auf dem Halterner Stausee wurden am Wochenende, vermutlich in der Nacht zu Montag, auf dem Halterner Stausee entwendet, drei von der DLRG, einer von einem Boot der Stadtwerke Haltern.

„Das Schlimme ist, dass jetzt unsere Einsatzfähigkeit der Hauptbadesasion eingeschränkt ist“, sagt DLRG-Vorsitzende Anne Feldmann. Sie ist besonders wütend darüber, dass hier eine Hilfsorganisation getroffen wurde, die ehrenamtlich zum Wohl der Bürger im Einsatz ist.

Mehr als 60.000 Euro Schaden

Der DLRG fehlen drei Motoren, zwei vom neuen Einsatzboot Lea, einer von der Marleen. „Die beiden Außenborder der Lea leisten je 90 PS. „Sowas kann man nicht so einfach abtransportieren“, sagt Markus Treder von der DLRG. Ein weiterer Motor wurde an einem Boot der Halterner Stadtwerke ausgebaut. Die DLRG schätzt den entstandenen Schaden auf mehr als 50.000 Euro, die Stadtwerke beziffern die Schadenssumme auf 10.000 Euro.

Am Montagmorgen war Wigbert Meilenbrock vom Bootsverleih am Stausee ein Kleintransporter ohne Nummernschild aufgefallen, der in den schmalen Zugang zum Möwe-Anleger Hoher Niemen gefahren war. Er verständigte daraufhin die Polizei.

Hier befanden sich die beiden Außenbordmotoren des Rettungsbootes Lea.

Hier befanden sich die beiden Außenbordmotoren des Rettungsbootes Lea. © Jürgen Wolter

„Die Polizei fand dann einen roten Kanister im Gebüsch und informierte die Feuerwehr. Wie sich herausstellte, war das aber kein Feuerwehr-Kanister, sondern einer der DLRG, woraufhin dann auch wir informiert wurden“, sagt Anne Feldmann.

Bei der weiteren Suche waren auch das Gelsenwasser-Boot und die DLRG-Drohne im Einsatz. Dabei wurden die Boote wieder entdeckt. Sie dümpelten am Ostufer des Stausees vor sich hin. „Der Wind hatte sie dorthin getrieben, da der ziemlich stark war, schlugen sie mit dem Rumpf immer wieder gegen die Ufersteine“, so Anne Feldmann.

Tatfahrzeug war gestohlen

Die Täter hatten die Befestigungen der Boote am Anleger im Seebad gelöst und waren damit zum Ostufer gefahren. Dort fuhr sich ein Tatfahrzeug beim Versuch, die Motoren einzuladen, offensichtlich fest. Die Polizei stellte das Fahrzeug sicher. Es ist als gestohlen gemeldet.

Jetzt lesen

Die Täter kappten sämtliche Kabel und Versorgungsleitungen der Motoren. „Dadurch könnte der Schaden noch höher ausfallen, denn wir können noch nicht abschätzen, was die Reparatur der gesamten Anlage kosten wird“, so Sebastian Höhnerhaus von der DLRG.

Der Raub war offensichtlich professionell ausgeführt worden. Die Polizei bittet Zeugen, die am Stausee etwas Verdächtiges bemerkt haben, sich zu melden unter: 0800 2361 111.

Lesen Sie jetzt